Hansa Rostock: Schulden um 9,5 Millionen Euro reduziert – Etat bleibt stabil
Hansa Rostock: Schulden um 9,5 Millionen Euro reduziert

Dem Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock ist es gelungen, seine Verbindlichkeiten bei der Obotritia Capital des strategischen Partners Rolf Elgeti signifikant zu reduzieren. Der Verein hat einen konkreten Plan vorgelegt, um bis spätestens 2030 komplett schuldenfrei zu sein.

Schulden um 9,5 Millionen Euro gesenkt

Im Juli beliefen sich die Schulden von Hansa gegenüber Rolf Elgeti noch auf 12,5 Millionen Euro. Nach einer Zahlung von acht Millionen Euro sowie einem Verzicht von weiteren 1,5 Millionen Euro durch den Investor konnten die Verbindlichkeiten um 9,5 Millionen Euro reduziert werden. Aktuell verbleiben drei Millionen Euro – davon 1,6 Millionen Euro bei der Ostseestadion GmbH und 1,4 Millionen Euro beim FC Hansa e.V.

„Die Entschuldung ist für den FC Hansa ein historischer Schritt. Zum ersten Mal können wir nicht nur von diesem Ziel sprechen, sondern einen konkreten Plan vorlegen, wie wir es erreichen wollen. Entscheidend ist dabei, dass wir diesen Weg gehen können, ohne unsere sportlichen und operativen Planungen einzuschränken“, sagte Rostocks Vorstandsboss Ronny Maul.

Wirtschaftliche Konsolidierung als Grundlage

„Die wirtschaftliche Konsolidierung der vergangenen Jahre und der Transferüberschuss aus der abgelaufenen Saison haben die Voraussetzungen geschaffen, den Abbau der Verbindlichkeiten jetzt zu beschleunigen. Gleichzeitig ist dieser Schritt das Ergebnis einer konsequenten Weiterentwicklung im Finanz- und Organisationsbereich“, sagte Roman Velke, Vorstand für Finanzen und Organisation.

Spätestens Mitte des Jahres 2030 wollen die Norddeutschen schuldenfrei sein. Entsprechende Vereinbarungen wurden zwischen dem FC Hansa und Rolf Elgeti geschlossen.

„Im Mittelpunkt stand und steht für mich immer die Frage, was für Hansa langfristig gut ist. Dass der Verein heute wirtschaftlich so aufgestellt ist, dass er seine Verbindlichkeiten schneller abbauen kann, freut mich deshalb sehr. Dieser Spielraum ist das Ergebnis der Arbeit, die Hansa in den vergangenen Jahren geleistet hat“, sagte Rolf Elgeti.

Sportetat bleibt unverändert

Die Verantwortlichen betonen, dass trotz des Schuldenabbaus keine Einschränkungen für den sportlichen Bereich vorgenommen wurden. Der aktuelle Etat bewegt sich auf Vorjahresniveau. Transfererlöse, wie bei Ryan Naderi, der für kolportierte sechs Millionen Euro zu den Glasgow Rangers wechselte, beschleunigten den Schuldenabbau.

„Es gab Zeiten, in denen es für unseren FC Hansa nicht um Entwicklung, sondern um das wirtschaftliche Überleben ging. Dass wir heute darüber sprechen können, einen großen Teil der noch bestehenden Verbindlichkeiten deutlich früher abzubauen, hätte man sich in diesen Jahren kaum vorstellen können. Hinter dem Abbau der Verbindlichkeiten stehen daher nicht nur Zahlen, sondern Menschen, Entscheidungen und viele Jahre Arbeit für unseren Verein. Jeder Euro, den wir heute nicht mehr für Zinsen aufwenden müssen, schafft zusätzlichen Spielraum für unsere Zukunft“, sagte Aufsichtsratschef Sebastian Eggert.