Im Rostocker Zoo stehen weitere Sanierungsarbeiten an. Im Fokus steht erneut die Tropenhalle des Darwineums, das Zuhause der Gorillas und Orang-Utans. Der Zoo saniert ab dem 24. August die beiden Brücken, die die Besucher durch die Welt der Menschenaffen führen. Die Arbeiten erstrecken sich voraussichtlich über vier Wochen bis Mitte September und werden in zwei aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt, sodass die Tropenhalle für Gäste durchgehend zugänglich bleibt, heißt es.
Sanierungsbedarf im Darwineum
Der Sanierungsbedarf im Zoo ist groß. Bereits vergangenes Jahr wurde die Orang-Utan-Anlage in der Tropenhalle des Darwineums komplett durchsaniert. Obwohl das Darwineum mit den Menschenaffen erst 2012 eröffnet wurde, sind bereits wieder Sanierungen notwendig. „Das hängt mit dem feucht-warmen, tropischen Temperaturen zusammen. Da verottet das Holz schneller“, erklärt Zoodirektorin Antje Angeli. Auch das Südamerika-Haus wird gerade erneuert. Die Wiedereröffnung ist für 2027 vorgesehen. Nach 2,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr, fließen dieses Jahr zirka 1,2 Millionen Euro in Sanierungen und Reparaturen, um den größten Tierpark in MV für Besucher attraktiv zu halten.
Ablauf der Bauarbeiten in zwei Phasen
Um Beeinträchtigungen für die Zoogäste während der Arbeiten im Darwineum zu minimieren, wird die Erneuerung der Brücken in zwei Abschnitten umgesetzt. Die erste Bauphase beginnt am 24. August mit dem Austausch der vorderen Brücke unmittelbar hinter dem Eingang der Tropenhalle. Die Halle bleibt während dieser Zeit über den hinteren Eingang vom Restaurantbereich zugänglich. Anschließend folgt die Erneuerung der hinteren Brücke auf Höhe der Fidschileguane. Während dieser Phase ist die Tropenhalle wieder regulär über den Vordereingang begehbar. Der Zugang zur Gastronomie und zur Playmobil-Ausstellung erfolgt in diesem Zeitraum direkt über die Außenanlage.
Details der Sanierung und Wohlbefinden der Tiere
Im Mittelpunkt der Sanierung steht unter anderem die Erneuerung des alten Holzbodenbelags der Brücken in der Tropenhalle. Darüber hinaus werden sämtliche Taue und Seile neu ausgerichtet und gespannt sowie notwendige Ausbesserungen an der Tragkonstruktion vorgenommen. Auch das Wohlbefinden der tierischen Bewohner hat während der Bauarbeiten oberste Priorität. Die Menschenaffen werden bereits vor dem Start der Arbeiten auf ihre weitläufigen Außenanlagen gelassen und können dort den Tag ungestört verbringen.
Eingang Trotzenburg kurz vor Wiedereröffnung
Unterdessen befindet sich nach mehr als zwei Jahren Bauzeit und zahlreichen Verzögerungen die umfangreiche Sanierung des historischen und denkmalgeschützten Eingangsgebäudes des Rostocker Zoos an der Trotzenburg kurz vor dem Abschluss. Anfang nächsten Monats, rechtzeitig zum Zoofest am 13. September, könnte der Eingang nach der denkmalgerechten Sanierung wiedereröffnet werden – so jedenfalls die Hoffnung der Zoo-Verantwortlichen.