Das Eröffnungsfeuerwerk der 35. Hanse Sail in Warnemünde ist wegen der Windverhältnisse abgesagt worden. Das teilte das Hanse-Sail-Büro am Donnerstagabend über die Sozialen Medien mit. Windwarnstufe Gelb mit Böen bis zu 33 Kilometer pro Stunde hatte die Verantwortlichen zur Vorsicht bewogen.
Absage per Instagram
„Es tut uns sehr leid“, hieß es in einem Instagram-Beitrag des Sail-Büros kurz nach 22 Uhr. Vier Ausrufezeichen beschlossen den Satz. „Das Feuerwerk in Warnemünde wird wegen der Windverhältnisse abgesagt.“ Viele Besucher des Ostsee-Bades erreichte die Nachricht über die sozialen Netzwerke.
Auf der Ostsee fuhren zu dieser Zeit noch einige Traditionssegler, die ihren Gästen bei einer Abendfahrt eine besondere Aussicht auf das Feuerwerk versprochen hatten. Die Absage kam für Crew und Besucher unerwartet – und sie enttäuschte.
Enttäuschung an Bord der „Elegant“
Einer der Gäste des Traditionsseglers „Elegant“ berichtete: „Wir waren gerade an den Molen-Köpfen und da war auch ganz schön Wind.“ Die Segel seien geborgen worden, das Schiff habe umgedreht. „Und dann kam auch schon die Durchsage, dass das Feuerwerk nicht stattfindet.“ Die Nachricht sei unter den Gästen gemischt aufgenommen worden.
Später sei erklärt worden, dass der Ponton mit der Technik, der auf die Ostsee gezogen werden sollte, wohl nicht zu halten gewesen sei, so der Gast. Natürlich sei er enttäuscht, einen Preisnachlass erwarte er aber nicht: „Auf das Wetter hat man eben keinen Einfluss.“
Crews bleiben gelassen
Dass auch tagsüber ein ordentlicher Wellengang herrschte, bestätigten viele Gäste der Tagesfahrten. „Das ist vollkommen unproblematisch für uns als Segler“, sagte Kapitän Jeroen Peters von der „Wylde Swan“. Die Crew sei stärkere Winde gewohnt. „Wir haben einfach nicht alle Segel gesetzt“, so Peters, um die Gäste zu schonen. Klar sei aber: „Zum Segeln, zur See, gehört eben auch der Wind.“
Hoffnung für Samstag
Für das große Feuerwerk am Stadthafen, das traditionell am Sail-Samstag um 22.30 Uhr stattfindet, gibt es nun Hoffnung. Der Deutsche Wetterdienst sagt Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometer pro Stunde voraus – weniger als am Donnerstagabend. Zudem liegt der Stadthafen weiter landeinwärts, was die Lage verbessert.