Baulöwen HC Schwerin: Aufstieg in die Bundesliga als Fernziel
Baulöwen HC Schwerin: Aufstieg in die Bundesliga als Ziel

Der Baulöwen Handballclub aus Schwerin hat seine Vision vorgestellt: Ab der Saison 2027/28 soll eine neue Männermannschaft den Aufstieg von der untersten Spielklasse bis in die Bundesliga schaffen. Der Trainer, der diesen Weg gehen soll, ist der 34-jährige Berliner Marius Poschmann, der vor rund einem halben Jahr aus Liebe in die Landeshauptstadt gezogen ist.

Trainer Poschmann: Vom Traum zur Realität

Poschmann, der zuvor in Berlin verschiedene Teams trainiert hat, kam über einen alten Bekannten zu den Baulöwen. „Gordon Witt hat mich ins Gespräch gebracht – wir standen uns vor acht Jahren mal als Trainer-Kontrahenten gegenüber und blieben lose in Kontakt“, erzählt er. Seine eigene aktive Karriere endete früh: „Als Jugendlicher habe ich dem Handball alles untergeordnet. Als ich mit 18 Jahren meinen dritten Kreuzbandriss hatte, war mein Traum von einer Profikarriere aber leider ausgeträumt.“

Starke Partner und ein Breitensportverein

Sportlich und wirtschaftlich setzt der neue Club auf starke Partner. Über 30 Sponsoren aus der Baubranche sowie weitere regionale Firmen unterstützen das Projekt, bekannt als „Netzwerk 7 – Club der Handballfreunde“. Noch in diesem Jahr soll eine Spielbetriebsgesellschaft gegründet werden, um den Handball professionell zu unterstützen, betont Holger Zatloukal vom Netzwerk 7.

Eine zentrale Rolle spielt der Breitensportverein „Die Baulöwen e.V.“, dessen Gründung auf Burkhardt Jerratsch zurückgeht. „Den Verein – hervorgegangen aus dem Drachenbootsport – gibt es ja schon seit 18 Jahren. Viele kennen aber sicher auch unser vollwertiges Fitness-Studio mit Sauna. Dort werden in Zukunft auch die Handballer Gewichte bewegen“, erklärt der Ur-Schweriner. Der Verein hat rund 250 Mitglieder.

Kooperation mit dem ESV Schwerin

Die Spieler sollen aus der Kooperation mit dem ESV Schwerin kommen. Marius Poschmann, der eine B-Lizenz besitzt, sagt: „Die Baulöwen haben eine Kooperation mit dem ESV Schwerin – damit haben die dortigen Nachwuchsspieler eine tolle sportliche Aufgabe vor Augen.“ Steffen Müller, Sportlicher Leiter des ESV, freut sich: „Wir freuen uns sehr über die Initiative und ich bin sicher, dass wir in den kommenden Jahren viel Spaß miteinander haben werden.“ Sein Sohn Mael, der in der B-Jugend in der Regionalliga Ostsee-Spree spielt, bestätigt die motivierende Wirkung eines neuen, leistungsorientierten Vereins.

Die Baulöwen planen zudem, gestandene Top-Spieler zu verpflichten – eine Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Ehrgeiz. Martin Jerratsch, der das Projekt gemeinsam mit seinem Vater vorantreibt, sagt: „Unser Fernziel ist klar – wir wollen eines Tages wieder Heimspiele in der Kongresshalle erleben. Harte Arbeit und Zielstrebigkeit sollen uns dahin bringen.“ Das nächste Netzwerk-Treffen findet am 6. Oktober statt. „Wir haben das Restaurant See Idyll am Ostorfer See gepachtet und gerade mit der Renovierung begonnen. Dort planen wir seriös den Aufstieg – alles andere müssen Marius und seine Jungs auf der Platte regeln.“