BSW-Spitzenkandidat Schabbel: Heimatverbundenheit bringt junge Leute zurück
BSW-Kandidat Schabbel: Heimatverbundenheit zieht Junge an

Peter Schabbel, Spitzenkandidat des BSW bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, beobachtet eine verstärkte Rückkehr junger Menschen in den Nordosten. In der neuen Folge der Nordkurier-Videoserie „Landpartie zur Landtagswahl“ erklärt der 60-Jährige, dass gerade 30- bis 40-Jährige nach einigen Jahren in Berlin oder Hamburg zurückkommen, weil sie sich hier noch ein Haus leisten können und sehen, „wie schön es eigentlich ist“.

Heimatverbundenheit als Schlüssel

Schabbel, dessen drei Kinder in MV geblieben sind und der gerade Großvater geworden ist, nennt die Heimatverbundenheit als zentralen Faktor für die Rückkehr. „Das schätze ich bis heute sehr, dieses Heraustreten können in die Natur und trotzdem haben wir ja auch Kultur und Veranstaltungen“, sagt er während einer Trabi-Fahrt.

Das Bundesland ist von der Abwanderung gerade junger Menschen massiv betroffen. Schabbels persönliches Glück, dass seine Kinder in der Region geblieben sind, sei selten.

Bildung und Sozialpädagogen im Fokus

Neben den BSW-typischen Themen wie Russland-Nähe und der Wiedereinführung russischer Gaslieferungen setzt sich Schabbel in MV besonders für die Bildungspolitik ein. Ein großes Problem sei, dass viele Lehrer froh seien, wenn sie so früh wie möglich aus dem Schuldienst ausscheiden können – aus Frustration. „Wenn wir dort gute, angenehmere Arbeitsverhältnisse haben, dann bleiben die vielleicht auch länger. Das wäre genau die Aufgabe der Sozialpädagogen“, so der BSW-Spitzenkandidat.

Sozialpädagogen sieht er auch in Vereinen mit Rassismus und Ausgrenzung oder in Dörfern mit Flüchtlingsunterkünften, die Gemeinden überfordern, als Pflichtanwesende, die vermitteln könnten. „Wie kriegen wir die Frustration und die Wut aufgefangen, dass man nicht einfach nur eine Dorfversammlung macht zur Windenergie und dann sitzen sie alle da, die im Publikum sind alle dagegen und die vorne im Podium sind alle dafür. Da kann es nicht zu einer Lösung kommen. Umso mehr wird das methodische Arbeiten der Sozialpädagogen geschätzt.“

Gesundheitswesen und kommunale Trägerschaft

Zudem fordert Schabbel mehr praxisbezogenes Lernen, um mit den Anforderungen vertraut zu werden, die es tatsächlich in einem Beruf gibt. Im Gesundheitswesen strebt das BSW eine Rekommunalisierung an, um die Grundversorgung in der Medizin durch mehr kommunale Trägerschaft zu sichern. Als Positivbeispiel nennt Schabbel den Landkreis Ludwigslust-Parchim, wo es positive Synergieeffekte mit an Krankenhäuser angeschlossenen Facharztzentren gebe.

Welche geringeren Chancen die junge Generation laut Schabbel hat und was „die Grünen versaut“ haben, zeigt das komplette Gespräch im Video.