Eine Woche nach der Explosion in der Schweriner Feldstadt sind die wichtigsten Fragen weiterhin offen. Das beschädigte Haus in der Seestraße 23 bleibt gesperrt, elf Mieter können nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Ermittler haben einen technischen Defekt bislang nicht feststellen können. Die genaue Ursache der Explosion ist ebenso ungeklärt wie die Identität des Toten, der nach dem Brand im Gebäude gefunden wurde.
Ermittlungen zur Ursache dauern an
Die Ursache der Explosion ist weiterhin unklar. Eine mögliche Verpuffung durch einen Propangaskocher, die zuvor diskutiert wurde, ist bislang nicht bestätigt. In sozialen Netzwerken wird über einen Zusammenhang mit Gasleitungen spekuliert, dafür gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise. Die Ermittlungsbehörden machen mit Blick auf die laufenden Untersuchungen derzeit keine weiteren Angaben.
Identität des Toten noch nicht geklärt
Die Identität des Mannes, der nach der Explosion und dem anschließenden Brand tot im Gebäude gefunden wurde, ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen eine Obduktion und möglicherweise eine DNA-Untersuchung Gewissheit bringen. Ob es sich bei dem Verstorbenen tatsächlich um den Bewohner der Brandwohnung handelt, bleibt offen.
Spendenaktionen für betroffene Mieter
Während Polizei und Staatsanwaltschaft weiter ermitteln, müssen die betroffenen Mieter ihren Alltag neu organisieren. Das Haus ist nach Angaben der Stadt nicht einsturzgefährdet, die Wohnungen können wegen der Folgen des Brandes aber weiterhin nicht genutzt werden. Eigentümer Silvio Brüning will das Gebäude wieder aufbauen. Für einige Bewohner geht es um die Frage, was von ihrem persönlichen Besitz geblieben ist. Mehrere Spendenaktionen für Betroffene sind online gestartet.
In einem Spendenaufruf schildern Freunde einer betroffenen Familie die Folgen des Brandes. Das Zuhause sei durch die starke Rauchentwicklung unbrauchbar geworden, persönliche Gegenstände und Erinnerungsstücke seien verloren oder nicht mehr nutzbar. Die Familie sei körperlich unverletzt geblieben, benötige nun aber Unterstützung, um sich neu einzurichten. Eine weitere betroffene Mieterin äußerte sich in den sozialen Medien: Nach ihren Angaben überlebten zwei ihrer insgesamt sechs Katzen das Feuer nicht. Zugleich dankte sie den Rettungskräften für ihren Einsatz und dafür, dass sie sich während der Löscharbeiten auch um die Tiere gekümmert hätten.
Offene Fragen für die Bewohner
Für die Betroffenen stellt sich neben der Suche nach einer Unterkunft auch die Frage, wie die entstandenen Schäden reguliert werden. Welche persönlichen Gegenstände ersetzt werden können und wie die Versicherungen mit den Folgen des Brandes umgehen, beschäftigt die Bewohner ebenso wie die Frage, wann sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Während das Gebäude wieder aufgebaut werden soll, ist für die Bewohner damit noch vieles offen.