Das Anhörungsverfahren für den Bau einer 380-Kilovolt-Freileitung zwischen Siedenbrünzow und Iven-West hat begonnen. Das Schweriner Wirtschaftsministerium als Genehmigungsbehörde hat die vollständigen Planunterlagen veröffentlicht. Die Unterlagen können noch bis zum 12. August auf den Internetseiten der Ämter Anklam-Land, Demmin Land, Jarmen-Tutow, Treptower Tollensewinkel und des Wirtschaftsministeriums eingesehen werden. Einwendungen gegen das Vorhaben sind bis zum 12. September an das Wirtschaftsministerium zu richten.
Hintergrund des Projekts
Die neue Höchstspannungsleitung wird vom Stromnetzbetreiber 50Hertz errichtet und verläuft von Pasewalk über Iven und Siedenbrünzow bis nach Güstrow. Laut 50Hertz ist sie notwendig, um die Strom-Übertragungskapazität in Mecklenburg-Vorpommern zu erhöhen und vor allem Strom aus erneuerbaren Energien aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen der Region aufzunehmen. Die vorhandene 220-kV-Freileitung aus dem Jahr 1962, die auf 476 Masten eine Gesamtlänge von 152 Kilometern überbrückt, wird nach Inbetriebnahme der neuen Leitung zurückgebaut. Die neue Trasse orientiert sich im Wesentlichen an der bestehenden.
Arbeiten am Umspannwerk Iven-West schreiten voran
Bereits im Juli 2024 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Umspannwerk Iven-West. Es soll den Anschluss von Photovoltaik-Projekten in der Gemeinde Bartow sowie umliegender Windenergieanlagen ermöglichen. Das Umspannwerk wird in der Lage sein, den Strom in alle Himmelsrichtungen zu leiten und so Abschaltungen aufgrund von Netzüberlastung zu vermeiden. Die Inbetriebnahme des Umspannwerks ist für 2028 geplant, die der gesamten Leitung in drei Abschnitten bis 2032.