Radweg zwischen Kuhstorf, Bresegard und Picher stockt: Genehmigung offen
Radweg zwischen Kuhstorf, Bresegard und Picher stockt

Seit Jahren wünschen sich die Einwohner von Kuhstorf, Bresegard und Picher einen Radweg zwischen ihren Dörfern. Die kurvige Landstraße wird von großen landwirtschaftlichen Maschinen und vielen Autos genutzt, für Radfahrer bleibt oft wenig Platz. Obwohl der Bau beschlossene Sache ist und die Finanzierung geregelt ist, geht es nicht voran.

Bau in zwei Abschnitten geplant

Der Bau soll in zwei Abschnitten erfolgen, teilt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit. Für den Abschnitt zwischen Bresegard und Picher liegen alle erforderlichen Vereinbarungen mit den betroffenen Grundstückseigentümern vor.

Nach aktuellem Stand wird die naturschutzrechtliche Genehmigung im Spätsommer 2026 erwartet. Sofern sie wie vorgesehen erteilt wird, soll die Ausschreibung der Bauleistungen Ende 2026 erfolgen. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens kann mit dem Bau begonnen werden, so Sprecher André Horn.

Schwierigkeiten beim zweiten Abschnitt

Anders sieht es beim Abschnitt zwischen Kuhstorf und Bresegard aus. Hier konnte der Erwerb aller benötigten Grundstücksflächen trotz intensiver Bemühungen der Gemeinden und des Straßenbauamtes bislang nicht einvernehmlich geregelt werden, erläutert André Horn. Deshalb wird für diesen Abschnitt nun ein Planfeststellungsverfahren vorbereitet und durchgeführt.

Wann dieser Abschnitt gebaut werden kann, hängt vom Verlauf des Verfahrens und davon ab, wann eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt. Ein konkreter Baubeginn kann derzeit nicht genannt werden, so der Sprecher.

Planfeststellungsverfahren dauert Jahre

Das Planfeststellungsverfahren dauert im Durchschnitt zwischen einem und drei Jahren. Liegt danach ein Planfeststellungsbeschluss vor, kann das private Eigentumsrecht durch das höher wiegende öffentliche Interesse ersetzt werden. Die benötigten Grundstücksteile können dann bebaut werden, der Eigentümer wird mit dem Marktwert entschädigt.