Die Freiwilligen Feuerwehren in Vorpommern müssen im Sommer bis zu doppelt so häufig ausrücken wie sonst. Das berichten die beiden Vorpommerschen Landkreise auf NDR-Anfrage. Grund sind der hohe Reiseverkehr und Feldbrände. Gleichzeitig sind viele Feuerwehrleute im Urlaub, wie der Landesfeuerwehrverband mitteilt.
Einsatzzahlen im Juli deutlich gestiegen
Allein im Juli rückten die Feuerwehren nach Angaben der Kreise 614 Mal aus – das sind rund 20 Einsätze pro Tag. Zum Vergleich: Im März waren es 336 Einsätze. Die große Zahl der Sommergäste auf der Insel Usedom wird für die Einsatzkräfte auch wegen der vollen Straßen zur Herausforderung, etwa bei der Anfahrt zur Wache und zu den Einsatzorten.
Leitstellen regulieren nach
Von den Wehren wird das Personal im Einsatzfall an die Leitstelle gemeldet, erklärt Tom Laudien, Wehrführer des Amtes Usedom-Süd im Landkreis Vorpommern-Greifswald. So können die Leitstellen nachregulieren und bei Bedarf weitere Wehren alarmieren. Dadurch seien die Freiwilligen Feuerwehren auch in der Urlaubszeit vollständig einsatzbereit.
Verstärkung können die Freiwilligen Feuerwehren das ganze Jahr über gebrauchen, nicht nur jetzt, betont Laudien.