Das Landgericht Neubrandenburg hat einen ehemaligen Motorradrocker wegen Drogenhandels mit Waffen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Der 46-jährige Angeklagte aus Neubrandenburg hatte auch mit Potenzpillen und Schlafmitteln gehandelt und die Vorwürfe im Prozess gestanden.
Hintergrund der Drogenrazzia
Das Urteil steht im Zusammenhang mit einer großen Drogenrazzia im Februar 2026 im Rockermilieu in Mecklenburg-Vorpommern. Bei dem Mann waren damals rund 180 Gramm Kokain, mehr als ein Kilogramm Marihuana sowie eine schussbereite Pistole in Neubrandenburg gefunden worden.
Er war der einzige unter den 13 Tatverdächtigen, der seit sechs Monaten in Untersuchungshaft saß. Im Prozess gab es eine Verständigung zwischen allen Beteiligten.
Geständnis und Urteil
Für ein umfassendes Geständnis wurde dem Angeklagten eine Haftstrafe zwischen drei Jahren und zwei Monaten und drei Jahren und zehn Monaten zugesichert. Am Ende gestand er und wurde zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt.
Weil er starke familiäre Bindungen in der Region Neubrandenburg hat, hob das Landgericht am Ende den bestehenden Untersuchungshaftbefehl gegen Auflagen für ihn auf.