Die Kläranlage in Göhren auf der Insel Rügen ist nach acht Jahren Bauzeit erweitert und in Betrieb genommen worden. Mit rund 22 Millionen Euro Investition ist sie nun die zweitgrößte Kläranlage der Insel. Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen ließ die Kapazität an den deutlich höheren Bedarf in der Sommersaison anpassen.
Anpassung an den Tourismus
In den warmen Monaten fällt durch viele Gäste bis zu viermal so viel Abwasser an. Um diese Mengen zu bewältigen, wurden ein drittes Reinigungsbecken und zusätzliche Filterstufen eingebaut. Die Vergrößerung war notwendig, weil die bisherige Anlage den saisonalen Spitzen nicht gewachsen war.
Solarstrom senkt Kosten
Die Anlage wird nun mit Solarstrom versorgt. Nach Angaben des Betreibers fallen dadurch insgesamt 70 Prozent weniger Stromkosten an. Die Maßnahmen sollen die Abwasserbehandlung in Göhren langfristig effizienter machen.