In Wohngebieten der Gemeinde Binz im Landkreis Vorpommern-Rügen sind in den vergangenen Wochen wiederholt Wildschweine aufgetaucht. Bereits jetzt haben die Tiere in einzelnen privaten Gärten Schäden verursacht. Um die Tiere zu vergrämen, werden am Montag Duftmittel ausgebracht. Die Gemeinde reagiert damit auf die zunehmenden Sichtungen und die Verunsicherung einiger Anwohner.
Warum die Tiere in die Gärten kommen
Nach Angaben der Gemeinde suchen Wildschweine in Ortslagen meist nach leicht zugänglicher Nahrung. Deshalb rät die Verwaltung, keine Speisereste auf den offenen Kompost zu werfen. Auch Fallobst sollte zügig entfernt werden. Zudem empfehlen die Verantwortlichen, Gärten mit stabilen Zäunen zu schützen.
Verhaltenstipps für Begegnungen
Wer einem Wildschwein begegnet, sollte ruhig bleiben und sich langsam rückwärts zurückziehen. Hunde sollten im Ort stets an der kurzen Leine geführt werden. Normalerweise meiden Wildschweine den Menschen und werden nur aggressiv, wenn sie sich bedrängt fühlen oder ihre Jungen verteidigen. Im Ernstfall sei sofort die Polizei zu rufen.
Regelmäßige Sichtungen können außerdem dem Ordnungsamt mitgeteilt werden. Die Verwaltung weist darauf hin, dass weder die Gemeinde noch der Jäger für Schäden durch Wildtiere haften. Für den Schutz privater Grundstücke seien die Eigentümer selbst verantwortlich.