Circus Moreno: Show in Neubrandenburg trotzt der großen Hitze
Circus Moreno: Show in Neubrandenburg trotzt Hitze

Der „Circus Moreno“ hat sein Zelt am Krokusweg im Süden Neubrandenburgs aufgeschlagen und bleibt dort noch bis zum 9. August. Der Familienbetrieb aus Miesterhorst zeigt ein zweistündiges Programm mit Clownerie, Dressuren, Artistik und weiteren Nummern. Selbst wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, laufen die Vorstellungen weiter.

„Wenn man als Zirkusmensch geboren ist, muss man da durch“

Cecile Sperlich vom Circus Moreno sagt, die Arbeit lasse sich bei Hitze nicht einstellen: „Wenn man als Zirkusmensch geboren ist, muss man da durch.“ Das Geschäft wird seit acht Generationen geführt. Temperaturen ab 30 Grad seien eine Herausforderung für Künstler, Tiere und Besucher – doch auch Landwirte müssten bei jedem Wetter arbeiten.

Hitze ist für jeden Zirkus ein zusätzliches Problem. Sperlich erinnert sich, dass wegen hoher Temperaturen schon Vorstellungen abgesagt wurden oder nur wenige Zuschauer kamen. Dabei sei es ohnehin schwer, in der heutigen Zeit zu existieren: „Als ich Kind war, war das Zelt voll. Die Kinder sind hinterhergerannt, schon beim Ankommen des Zirkus. Die Zeit hat sich sehr verändert.“

Zelt bleibt trotz Hitze angenehmer als draußen

Der Zirkus wirbt auf Flyern in der ganzen Stadt mit einem gut temperierten Zelt. Das Dach besteht aus einer Plane, die Sonneneinstrahlung abweist. „Nicht, dass es jetzt eiskalt ist. Das geht gar nicht“, erklärt Sperlich. Trotzdem sei es etwas angenehmer als draußen. Zusätzlich werden die seitlichen Planen geöffnet, damit Luft zirkulieren kann.

Tiere stehen bei Hitze im Schatten

Zum Programm gehören keine exotischen Tiere, aber Kamele, Dromedare, Pferde, Lamas und Hunde. Sie können sich in einem Auslaufgehege bewegen, werden bei Hitze jedoch in einem schattigen Zelt untergebracht. Auch ein Streichelzoo wird in der Pause angeboten.

„Wir haben noch den Mut, mit Tieren zu reisen“, sagt Sperlich, was heute nicht mehr selbstverständlich sei. Tiere gehörten für sie zu einem Zirkus dazu. Das Veterinäramt kontrolliere wöchentlich die Tiere; es gebe strenge Auflagen, ohne die eine Haltung nicht erlaubt sei. Zusätzliche Kontrollen bei Hitze gebe es nicht. „Wir merken selbst, wenn ein Tier krank ist“, versichert Sperlich. Dann rufe der Zirkus einen Arzt. Viele Tiere seien im Zirkus geboren, daher habe man ein enges Verhältnis zu ihnen.

Vorstellungszeiten bleiben unverändert

Für die Künstler ist die Arbeit in der Hitze anstrengender, weiß Sperlich. Der normale Zirkusbetrieb nimmt trotzdem seinen Lauf. „Die Show muss weitergehen“, sagt sie. Ohne Einnahmen könne der Zirkus nicht leben und auch die Tiere nicht versorgen.

Die Vorstellungen starten täglich um 17 Uhr, außer an den Ruhetagen Mittwoch und Donnerstag. Sonntags beginnt das Programm bereits um 11 Uhr.