Hattrick auf der Ostsee: MV-Boot gewinnt und plant den großen Europa-Angriff
Hattrick auf der Ostsee: MV-Boot gewinnt und plant Europa-Angriff

Das Team Pollo/KFRG Rostock hat beim Rugia Hoea Festival auf Rügen zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg in der Open-Klasse errungen. Die Crew triumphierte bei dem Langstrecken-Outriggerrennen auf der Ostsee und sicherte sich den Hattrick.

Drei intensive Etappen mit knapp 90 Kilometern auf der Ostsee lagen hinter den Paddlern, als sie sich am Ende jubelnd in den Armen lagen. „Das war auf jeden Fall der dominanteste Sieg, der uns bisher gelungen ist“, freute sich Teamkapitän Franz Polchow, der in den vergangenen Wochen und Monaten ordentlich an der Besatzung seiner Crew gearbeitet hatte.

Siegercrew aus ganz Deutschland

Polchow hatte Paddler aus ganz Deutschland in sein Boot gelockt, die in diesem Jahr für Furore sorgten. Sie kamen aus Neubrandenburg, Rostock, Berlin, Niedersachsen oder auch Baden-Württemberg. „Eine krasse Truppe, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich“, so Polchow.

„Im Gegensatz zu den letzten Jahren lief dieses Mal wirklich alles glatt“, freute sich der Teamkapitän und erinnerte sich dabei an „Zeitstrafen oder Schiffbrüchen“ in den Vorjahren.

Veranstalter fordert internationale Rennen

Veranstalter Mike Rolle zeigte sich vollends zufrieden: „Es gab durchweg lobende und anerkennende Worte.“ Am ersten Veranstaltungstag mussten er und sein Organisationsteam beim ursprünglich geplanten 45-Kilometer-Kurs eingreifen und aufgrund von Wind und Wellen die Route ein wenig abändern, aber ansonsten lief alles wie am Schnürchen.

Rolle betonte: „Ich habe es im vergangenen Jahr bereits gesagt und ich kann es auch dieses Mal nur wiederholen: Mit dieser Besetzung müssen die Jungs auch bei internationalen Rennen mitfahren, da ist für sie bestimmt was drin.“

Zehn Boote am Start

Insgesamt gingen zehn Boote an den Start, sechs in der Mixed-Klasse und vier in der Open-Klasse. In der Open-Klasse setzte sich das Team Pollo/KFRG Rostock klar gegen das Magdeburger Boot „Beast Boys and Friends“ sowie den „Ocean´s 6“ aus Berlin durch. In der Mixed-Klasse gewann das Boot „HKC Sixpack“ aus Hannover, ebenfalls Titelverteidiger, vor BKC Borussia (Berlin) und „Aloha Tarifa“.

Zudem konnten die Wassersportler in diesem Jahr ein Jubiläum feiern, denn das Rugia Hoea Festival ging in Sellin bereits das zehnte Mal über die Bühne. Ein kleiner Meilenstein, wie Mike Rolle findet und sich immer wieder bei seinen Helfern, Unterstützern, Sponsoren sowie der Kurverwaltung Sellin bedankte.

Nächstes Ziel: Vendée Va'a

Rolle selbst fuhr beim Boot „PSV 90 Neubrandenburg“ mit und verpasste nur knapp das Podium, die Vier-Tore-Städter wurden letztendlich Vierter. Und auch sein Tipp mit der internationalen Wettkampfbeteiligung wurde vom Siegerteam erhört.

„Ich habe den Jungs mitgeteilt, dass ich uns für das Vendée Va'a anmelden werde“, so Teamkapitän Franz Polchow grinsend. Das Vendée Va'a ist das berühmteste und größte polynesische Auslegerkanu-Rennen in Europa und findet jährlich im Mai im Westen Frankreichs statt.

Bis es so weit ist, steht in Neubrandenburg Ende August aber noch das eigene Rennen auf dem Plan. Das NB Paddle Race (die frühere Outrigger-Regatta Neubrandenburg) findet am 29. August auf dem Tollensesee statt. Wer Interesse hat, im Surfski oder Outrigger sowie mit dem SUP zu starten, kann sich auf der Homepage des Veranstalters (www.nbpaddlerace.de) dafür anmelden.