Die Leichtathletik-EM hat aus Sicht von Sportreporter Peter Krüger richtig Spaß gemacht. Nach der aus deutscher Sicht eher desaströs verlaufenden Fußball-Weltmeisterschaft habe man eine Woche lang jeden EM-Tag mit viel Freude verfolgen können.
Positive Überraschungen und Medaillen
Man konnte stolz darauf sein, wie sich die deutschen Athleten verkauft haben. Nicht nur diejenigen, die im Vorfeld ohnehin auf dem Podest erwartet wurden, sondern auch eine ganze Reihe von Sportlern und Sportlerinnen, die für reichlich positive Überraschungen sorgten.
Es wurden Medaillen in Disziplinen geholt, bei denen Deutschland seit Jahrzehnten international kaum etwas gerissen hatte. Florian Bremm gewann über 5000 Meter Silber, genau wie Emil Agyekum über die 400 Meter Hürden. Auch die Sprinter meldeten sich erfolgreich zurück.
Doppelsiege und starkes Auftreten
Die Doppelsiege im Zehnkampf und beim Speerwerfen der Herren waren einfach nur klasse. Hinzu kam, wie sich das deutsche Team abseits der Laufbahn oder der Sprunggrube verkauft hat: An den Mikrofonen gaben sie sich zumeist erfrischend ehrgeizig und ehrlich, nicht nur diejenigen, die Medaillen eingesammelt hatten.
Blick in die Zukunft
In den vergangenen Jahren hatte man oft auf die eher erfolglosen Auftritte der Leichtathletik-Crew draufgehauen. Nach dieser EM ist Krüger aber nicht mehr so bange, was die deutsche Leichtathletik-Zukunft betrifft. Auch wenn es gilt, diese erfolgreichen Auftritte bestenfalls bei einer WM oder bei Olympia zu bestätigen. Man befinde sich jedenfalls auf einem sehr guten Weg.