Jan Gorkow, Sänger der Punkband Feine Sahne Fischfilet und nach eigenen Angaben „antifaschistischer Lokalpatriot“ aus der ostdeutschen Provinz, stört sich an Schwarzmalerei. „Man darf sich nicht so in Weltuntergangsszenarien verlieren, weil ich glaube, das macht die Welt nicht besser“, sagte der 38-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Immer mehr machen als meckern“, sei seine Devise.
Neues Buch über Heimat und Brandmauer
Davon handelt auch sein neues Buch „Jenseits der Brandmauer“, in dem es um seinen Heimatort Jarmen geht. Aus der Kleinstadt mit rund 2.700 Einwohnern kommt Monchi. Dort wohnt er inzwischen auch wieder. Wieso die vieldiskutierte Brandmauer zur AfD in Jarmen, wo bei der zurückliegenden Bundestagswahl 54 Prozent der abgegebenen Stimmen an die Partei gingen, ihm keine Perspektive bietet – auch darum geht es in dem Buch.
Populisten reden „Leute teilweise in eine Depression“
Menschen zusammenzubringen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, darin sieht Monchi ein mögliches Mittel gegen Populisten. Denn diese redeten die „Leute teilweise in eine Depression rein“. Da müsse man dagegenhalten. Natürlich hätten Leute im Osten beispielsweise viel weniger Wohlstand aufbauen können. „Aber ey, vergleichsweise leben wir einfach, auf die Welt betrachtet, noch in einem totalen Paradies.“
Monchi und seine Band gelten gemeinhin als politisch links. Er selbst schreibt in seinem neuen Buch, zwischen Künstlern auf großen Festivals fühle er sich oftmals eher konservativ. „Auf 'm Dorf fühle ich mich eher links. Irgendwo da stehe ich.“