Bei einer Sonderführung unter dem Motto „Klang & Kulissen“ in der Neubrandenburger Konzertkirche hat der Rockmusiker Bert Wenndorff am Ende ein kleines Orgelkonzert gegeben. Der 49-Jährige spielte dabei Stücke wie „A whiter shade of pale“ von Procol Harum und „River flows in you“ des Südkoreaners Yiruma aus dem Kopf.
Improvisation statt klassischem Repertoire
Statt Bach, Liszt oder Haydn erklangen aus den 351 Holz- und 2501 Zinnpfeifen der Weber-Orgel Rockklassiker. „Den Rest drumherum habe ich improvisiert“, sagte Wenndorff nach seinem knapp 15-minütigen Auftritt. Der Musiker, der normalerweise hinter seiner Hammond-Orgel sitzt, kann laut eigenen Angaben auch klassische Orgeln bedienen.
Führung vom Keller bis zum Dach
Die Sonderführung führte Thomas Laschinski, Veranstaltungsmanager des Hauses, vom Keller bis zum Dach der Kirche. Zum Abschluss gab es ein kleines Orgelkonzert, entweder von Kantor Tobias Brommann oder von Wenndorff. Wenndorff spielt in mehreren Bands, die bekannteste ist „The Magical Mystery Band“, die Musik der Beatles und von Pink Floyd interpretiert.
Weitere Auftritte und Hintergrund
Wenndorff spielt seit Jahren auch klassische Kirchenorgeln, etwa zu Weihnachten in Userin, wo er aufgewachsen ist. Ende Juni spielte er in Fürstenwerder ein „Konzert für den Kirchturm“, dessen Erlös der Sanierung zugutekam. Laschinski schätzt den Allround-Musiker: „Wenn es irgendwann, irgendwie, irgendwo in Neubrandenburg musikalisch wird, kommt man an Berti nicht vorbei. Das Gute in dem Fall ist, dass man einen Musiker bekommt, der zwar ein klassisches Instrument spielen kann – aber nicht unbedingt Klassik spielt.“ Vorerst sind keine weiteren Sonderführungen geplant, aber am 6. November ist Wenndorff bei „Konzertkirche unplugged“ zu erleben, am 28. November spielt The Magical Mystery Band Klassiker von The Beatles und Pink Floyd.