Strandkorb-Preise 2026: Wer zahlt wie viel an der Ostsee?
Strandkorb-Preise 2026: Wer zahlt wie viel?

Wer 2026 an der Ostsee einen Strandkorb mieten möchte, muss mit großen Preisunterschieden rechnen. Je nach Ostseebad entscheiden Lage, Größe, Saison, Mietdauer und sogar die Uhrzeit über den Preis. Zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zeigen sich deutliche Unterschiede.

Zingst: Einheitlicher Preis für alle Plätze

In Zingst kostet ein Strandkorb 2026 nach Angaben des Ostseeheilbades Zingst 14 Euro am Tag. Der Preis gilt unabhängig vom Standort des Korbes. Urlauber können bei der Online-Buchung den gewünschten Strandübergang auswählen. Bezahlt werden kann unter anderem per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay. Voraussetzung ist eine gültige Kurkarte.

Damit unterscheidet sich Zingst von Ostseebädern, in denen Lage oder Entfernung zum Wasser den Preis beeinflussen.

Prerow: XXL kostet extra

Im benachbarten Prerow kommt die Größe ins Spiel. Bei der Strandkorbvermietung Prerow wird zwischen klassischen und größeren Strandkörben unterschieden. Ein normaler Strandkorb kostet 15 Euro pro Tag, die XXL-Variante 19 Euro. Bei der Strandkorbvermietung Grasband am Prerower Nordstrand kostet der Strandkorb ebenfalls 15 Euro am Tag. Eine Woche kostet 90 Euro, zwei Wochen 160 Euro. Für einen größeren XL-Korb werden zusätzlich drei Euro pro Tag fällig. Die Strandkörbe stehen nach eigenen Angaben nur in einer Reihe.

Binz: Saisonabhängige Preise

Auf Rügen kann es teurer werden. Sander Touristik bietet Strandkörbe an den Strandabgängen 9 und 36 in Binz an. Im Mai kostete der Korb 2026 dort 14 Euro pro Tag. Von Juni bis einschließlich September werden 18 Euro verlangt. Der saisonale Unterschied beträgt vier Euro pro Tag, bei einer Urlaubswoche summiert sich das auf 28 Euro.

Boltenhagen: Größe und Lage variieren

Die offizielle Tourismusseite des Ostseebades Boltenhagen nennt für Strandkörbe eine Spanne von 12 bis 15 Euro pro Tag. Die Preise können je nach Größe des Strandkorbes und seiner Lage variieren. Rabatte bei längerer Mietdauer hängen vom jeweiligen Vermieter ab.

Grömitz: Erste Reihe kostet 70 Prozent mehr

In Grömitz zeigt die Strandkorbvermietung Schwardt, wie stark die Lage den Preis beeinflussen kann. Für einen Strandkorb in der ersten Reihe werden 17 Euro pro Tag verlangt. In der zweiten und dritten Reihe sind es jeweils 15 Euro, die Reihen vier bis sechs kosten 14 Euro, die siebte Reihe zehn Euro. Damit kostet der Platz in der ersten Reihe 70 Prozent mehr als ein Korb in Reihe sieben. Bei der Wochenmiete kostet die erste Reihe 105 Euro, die zweite und dritte Reihe jeweils 95 Euro, die Reihen vier bis sechs 85 Euro.

Schönberg: Abendtarif für fünf Euro

Im Ostseebad Schönberg in Schleswig-Holstein vermietet der Tourist-Service Strandkörbe am Schönberger Strand und am Strand von Kalifornien. Laut Tourist-Service kostet ein Strandkorb für den gesamten Tag zwölf Euro. Wer ihn erst ab 14 Uhr benötigt, zahlt sieben Euro. Ab 17 Uhr gibt es einen sogenannten „Sundowner“ für fünf Euro. Dieser Abendtarif kann ausschließlich über die BeachNow-App gebucht werden.

Damit wird der Strandkorb zu einem Produkt, das nicht mehr zwangsläufig für einen kompletten Strandtag gebucht werden muss. Gleichzeitig kann der Vermieter einen Korb theoretisch mehrmals am selben Tag vermarkten.

Fünf Faktoren bestimmen den Preis

Aus dem einfachen Tagespreis ist an einigen Ostseestränden ein kleines Tarifsystem geworden. Die Lage spielt eine Rolle: In Boltenhagen wird sie ausdrücklich als möglicher Preisfaktor genannt. In Grömitz kostet die erste Reihe 17 Euro, die siebte nur zehn Euro. Die Größe macht sich bemerkbar: XL- und XXL-Körbe kosten Aufpreis, etwa bei der Strandkorbvermietung Prerow mit 19 statt 15 Euro. Die Saison ist entscheidend: In Binz kostet der Korb im Mai 14 Euro, von Juni bis September 18 Euro. Die Mietdauer kann sparen: Am Prerower Nordstrand kostet ein einzelner Tag 15 Euro, eine Woche dagegen 90 Euro. Die Uhrzeit ist das ungewöhnlichste Modell: In Schönberg sinkt der Preis von zwölf Euro für den ganzen Tag auf sieben Euro ab 14 Uhr und fünf Euro ab 17 Uhr.