Stralsund: Seemannsklub auf der Volkswerft muss schließen
Seemannsklub auf Volkswerft schließt

Der Seemannsklub auf dem Stralsunder Volkswerftgelände macht dicht. Grund ist das Aus der Reparaturwerft Strela Shiprepair: Die Hansestadt hatte deren Pachtvertrag im Februar gekündigt, nun stellt die Werft den Betrieb ein. Ohne Werft kommen keine Schiffe – und damit keine Seeleute für den Klub.

Keine Crewmitglieder seit Monaten

Seit Monaten sei kein Crewmitglied mehr da gewesen, sagt Peter Loikroth von der Seemannsmission Sassnitz. Er hätte sich gewünscht, früher über das Vorhaben der Stadt informiert zu werden. Stattdessen habe er von der Kündigung aus der Presse erfahren. Seit langem habe ihm ein Ansprechpartner gefehlt.

Stadtverwaltung verweist auf Bedarfe

Aus der Stralsunder Stadtverwaltung heißt es: "Die Hansestadt Stralsund stellt der Seemannsmission lediglich die Räumlichkeiten zur Verfügung. Ob und in welchem Umfang diese von den Seeleuten genutzt werden, hängt jedoch davon ab, ob es vor Ort entsprechende Bedarfe gibt." Weiter habe es regelmäßigen Kontakt via E-Mail gegeben.

Klub wird geräumt, Seeleute nicht aufgegeben

Loikroth zieht einen Schlussstrich und räumt den Klub, in den rund 30.000 Euro geflossen waren. Aufgeben will er die Seeleute in Stralsund aber nicht: Für sie sollen neue Wege gefunden werden.