In Groß Below, einem Dorf nahe der Burg Klempenow in der Mecklenburgischen Seenplatte, versammelten sich Menschen im Garten des stellvertretenden Gemeindebürgermeisters Björn Gersdorf, um die Sonnenfinsternis zu beobachten. Das Treffen war bereits geplant, da Gersdorfs Kinder mit Freunden zum Angeln nach Remplin gefahren waren. „Da trifft es sich sehr gut, dass die Sonnenfinsternis stattfindet“, sagte Gersdorf.
Schweißerbrille ermöglicht Beobachtung
Die 24 gefangenen Forellen wurden im Räucherofen zubereitet, während auf einer langen Tischreihe aufgedeckt wurde. Neben der Familie Gersdorf kam auch René Behrnd mit seiner Frau und seiner Tochter. Behrnd, von Beruf Schweißer, brachte eine Schweißbrille mit, durch die sich beobachten ließ, wie die Sonne vom Mond verdeckt wurde. Er verglich das Erlebnis mit seiner Arbeit: „Da ist der helle Punkt der Sonne und rundherum ist alles dunkel. Beim Schweißen sind es dann viele helle Punkte, um die es dunkel ist.“
Ein „ganz großes Theaterschauspiel am Himmel“
Gegen 20 Uhr konnten alle auf dem Balkon sehen, wie der Mond die Sonne mehr und mehr verdeckte. Björn Gersdorf, der bereits 1999 als Schüler eine Sonnenfinsternis erlebt hatte, schwärmte: „Das ist ein tolles Erlebnis, dass ich jetzt zum zweiten Mal miterlebe.“ Seine Großmutter Renate Kohagen (82), die mit ihrem Mann Dieter dabei war, konnte sich nicht an die frühere Sonnenfinsternis erinnern. „Aber jetzt, wo wir hier im Garten gemeinsam zusammensitzen, ist das ein ganz großes Theaterschauspiel am Himmel!“
Die siebenjährige Tochter Gretel fand das Ereignis „cool“: „Erst war alles so hell, und plötzlich wurde es ganz schnell dunkel.“ Auch Gersdorfs Lebenspartnerin Linda Wankammer war begeistert: „Solch ein Naturschauspiel ist immer etwas Besonderes.“
Nach dem Himmelsschauspiel: Geräucherte Forellen
Nach dem Höhepunkt der Sonnenfinsternis rückten die 24 geräucherten Forellen in den Mittelpunkt. Sie wurden auf einem langen Tisch serviert, während die Familie und ihre Freunde den besonderen Abend im Garten ausklingen ließen.