In Swinemünde auf der Ostsee-Insel Usedom ist seit diesem Dienstag ein Badeverbot verhängt worden. Das zuständige Sport- und Erholungszentrum „Wyspiarz“ teilte auf seiner Internetseite mit, dass „aufgrund der Cyanobakterienblüte ein Badeverbot in der Badestelle von Uznam und der Badestelle von Interferie“ verhängt wurde.
Rote Fahnen an den Badestellen
An den betroffenen Badestellen in Swinemünde wurden wegen der Cyanobakterienblüte, auch bekannt als Blaualge, rote Fahnen aufgehängt. Das Verbot gilt ab Dienstag zunächst „bis auf Weiteres“. Die Lage werde laufend beobachtet, der Badebereich solle wieder geöffnet werden, sobald weniger Cyanobakterien im Wasser seien. „Wenn sich die Bedingungen verbessern, wird das vorübergehende Verbot aufgehoben“, heißt es in der Mitteilung.
Die Badelandschaft selbst bleibt für Touristen und Anwohner zugänglich. „Sie können sich sonnen, entspannen, die Strandinfrastruktur ohne Einschränkungen nutzen“, so die Mitteilung weiter.
Deutscher Teil der Insel nicht betroffen
Im deutschen Teil von Usedom gibt es derzeit keine Badeverbote. Eine Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Greifswald sagte dem Nordkurier auf Nachfrage, dass bei kürzlich durchgeführten Kontrollen keine Blaualgen festgestellt wurden. Sollten künftige Kontrollen Blaualgen ergeben, werde darüber informiert.
Mögliche gesundheitliche Folgen
Das Umweltbundesamt warnt vor möglichen Folgen eines Kontakts mit Cyanobakterien: „Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen“ sowie „Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, Gliederschmerzen, Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen“ seien möglich.
In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg waren in letzter Zeit immer wieder Blaualgen in Gewässern aufgetreten, darunter in der Uckermark, im Schweriner See und im Stettiner Haff.