Vom Dachdecker zum Eismeister: Marco eröffnet Eiscafé in Ducherow
Vom Dachdecker zum Eismeister in Ducherow

In Ducherow hat der ehemalige Berliner Dachdecker Marco Morzinek-Groth sich den Traum vom eigenen Eiscafé erfüllt. Seit einiger Zeit bietet er in dem rund 1700 Einwohner zählenden Dorf an der B109 handgemachtes Speiseeis, Softeis nach eigenen Rezepturen, Kaffeespezialitäten und weitere Leckereien an.

Vom Dachdecker zum Eismeister

Der Handwerker hat die Dächer der Hauptstadt gegen ein kleines Eislabor getauscht, das direkt an sein Eiscafé in der Hauptstraße anschließt. In dem mehr als 100 Jahre alten Wohn- und Geschäftshaus befand sich früher ein Lampenladen, zuletzt wohnten dort Mieter.

Mit Unterstützung seiner Architektenfrau und seinem handwerklichen Geschick entstand ein liebevoll eingerichtetes Eiscafé. Durch ein antikes Fenster in die Eisküche können die Gäste Morzinek-Groth beim Eismachen zusehen. Er legt Wert darauf, dass alles handgemacht und selbst zubereitet ist.

Kreative Sorten und ein Geheimnis

Schoko, Johannisbeere und Mokka sind die Renner bei den Gästen. Auch die Sorte „Egal“ kommt gut an, obwohl der Eisexperte nicht verrät, was genau darin steckt. „Es ist ein Milcheis mit einer Frucht drin und einem Schuss Zitrone“, bleibt er vage. Die Sorte war als Scherz gedacht, gehört nun aber zu den Highlights.

Morzinek-Groth ist kein Fan von Softeis, weiß aber um dessen Beliebtheit. Er tüftelt an Rezepturen für seine zwei Softeismaschinen, etwa mit Whiskey oder Marzipan und Pistazien. Mit letzterem begeisterte er kürzlich ein ganzes Orchester.

Spontanes Platzkonzert und weitere Pläne

Die Rossower Schalmeien legten auf der Rückfahrt von einem Auftritt einen Zwischenstopp ein und schleckten das Marzipan-Pistazien-Softeis bis auf den letzten Tropfen. Zum Dank spielten sie ein spontanes Platzkonzert vor dem Café. Wenige Tage später kehrten die Mitglieder Jens und Steffi aus der Nähe von Pasewalk auf einer Radtour zurück, um weitere Sorten zu probieren.

Morzinek-Groth hat Gäste aus Greifswald und Neubrandenburg begrüßt. Im Garten und auf dem Hinterhof sollen weitere Sitzplätze und eine Terrasse entstehen. Auf dem Dach plant er eine Solaranlage, um die energieintensiven Eismaschinen zu betreiben. Im Winter will er nur an einigen Thementagen öffnen. Derzeit hat sein Café in der Ducherower Hauptstraße Nummer 71 donnerstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.