Malte Achtenhagen hat seinen Vertrag als Nachwuchstrainer beim SV Werder Bremen nach nur einem Jahr aufgelöst und kehrt zum 1. FC Neubrandenburg zurück. Der 31-Jährige hatte einen Zweijahresvertrag beim Bundesligisten, löst diesen nun aber vorzeitig auf.
Gründe für den Abschied
„Ich hatte meine Vorstellungen, der Verein seine, das war dann nicht kompatibel“, sagt Achtenhagen. Bei den Gesprächen sei es auch um Geld gegangen. Die meisten Nachwuchstrainer bei Profiklubs würden nicht die Bezahlung erhalten, die sie verdienen, so der Trainer. In Bremen sei das nicht anders gewesen.
„Ich habe das gewusst, als ich bei Werder anfing. Für ein Jahr ist das auch okay. Aber wenn man an seine Zukunft denkt, daran, vielleicht eine Familie zu gründen, geht es nicht“, erklärt er. Die sportliche Leitung des Klubs habe Verständnis gehabt, der Finanzvorstand sei jedoch bei seiner Linie geblieben.
Zurück beim FCN
Trotz des vorzeitigen Endes geht Achtenhagen ohne Groll. „Es hat viel Spaß gemacht, sportlich haben wir auf einer Wellenlänge gelegen. Werder Bremen ist ein Super-Verein, der seinen Jungs eine gute Ausbildung ermöglicht“, sagt er. In Bremen trainierte er unter anderem die U13.
Nun ist er zurück beim 1. FC Neubrandenburg. „Ich hatte auch andere Angebote, aber der FCN war einfach das naheliegendste“, so Achtenhagen. In der kommenden Saison wird er gemeinsam mit Christoph Löggow die U14 betreuen. Zuvor hatte er die U13 des Clubs trainiert.
Neue Aufgabe und Zukunft
Die Übernahme der U14 kam kurzfristig zustande, weil Trainer Nico Hannemann zu Rot-Weiß Prenzlau gewechselt war. „Gregor hat mich gefragt, ob ich das machen könnte. Ich wollte den Club dann nicht hängen lassen“, erzählt Achtenhagen.
Die U14 wird in der Verbandsliga auf Großfeld spielen. Das sieht Achtenhagen kritisch: „In diesem Alter sind viele Jungs ja noch ziemlich klein, da würde ihnen ein weiteres Jahr Kleinfeld viel besser tun.“ Er spricht sich für kleinere Spielfelder aus, wie sie in anderen Bundesländern üblich seien.
Beruflich wird Achtenhagen künftig als Lehrer am Müritz-Schulcampus in Rechlin arbeiten. Mit seiner Verlobten zieht er nach Neustrelitz – „so ist das in etwa die Mitte zwischen Neubrandenburg und Rechlin“.