Das Skelett eines toten Buckelwals aus dem Greifswalder Bodden soll nicht ausgestellt werden. Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, Burkard Baschek, sagte im Interview mit dem Sender News 5, das Skelett werde nach der Obduktion zunächst eingefroren, dann entfettet und später in die wissenschaftliche Sammlung des Museums aufgenommen. Es solle der Forschung zur Verfügung stehen.
Wissenschaftliche Nutzung statt Ausstellung
Das Museum habe bereits Skelette, die in der Ausstellung gezeigt werden, sagte Baschek. Das neue Skelett werde daher nicht öffentlich präsentiert, sondern für wissenschaftliche Zwecke genutzt.
Der Walkadaver war am Donnerstagmorgen im Greifswalder Bodden unweit der Südspitze Rügens nahe der Fahrrinne im Wasser treibend entdeckt worden. Am Abend schleppte ein Behördenschiff das tote Tier zur Insel Dänholm vor Stralsund. Dort befindet sich mit dem Nautineum eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums.
Obduktion im Nautineum
Im Nautineum wird das Tier seit den Mittagsstunden obduziert. Unter anderem sollen die Organe untersucht und Proben für weitergehende Laboruntersuchungen genommen werden. Die Arbeiten werden Baschek zufolge voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern.
Ein Ziel ist es, herauszufinden, ob der Wal krank war oder Verletzungen hatte. Die Ergebnisse der Obduktion sollen Aufschluss über die Todesursache geben.