In Anklam könnten Beerdigungen auf dem städtischen Friedhof bald deutlich teurer werden. Die Stadtverwaltung hat eine Anpassung der Friedhofsgebühren vorgeschlagen, über die der Finanzausschuss am Montag, 24. August, ab 17 Uhr beraten will. Die Vorlage sieht vor allem bei Erdbestattungen erhebliche Preissteigerungen vor.
Gebühren für Gräber steigen deutlich
Laut Gebührenübersicht sollen mehrere Posten künftig um mehrere Tausend Euro teurer werden. So soll ein doppeltes Erdwahlgrab um 6.188 Euro steigen, ein Einzelgrab um 3.091 Euro. Auch Urnengräber werden zwischen 300 und 1.300 Euro teurer. Die Grabstelle für Kinder unter fünf Jahren und Totgeburten, die bislang nicht berechnet wurde, soll künftig 1.074 Euro für 20 Jahre kosten.
Günstiger werden dagegen die anonymen Urnengräber: Sie sollen von 285 auf 136 Euro sinken, halb anonyme von 960 auf 501 Euro.
Neue Bestattungsformen und höhere Unterhaltskosten
Die neue Satzung soll auch neue Formen der Urnenbestattung sowie die Möglichkeit der Baumbestattung aufnehmen. Diese Bestattungsart wird erst mit Inkrafttreten der Satzung möglich.
In der Begründung verweist die Verwaltung auf gestiegene Kosten: Die neu geschaffenen Anziehungspunkte bei der Bepflanzung, etwa die Rhododendren und die Schnurbaumallee, sowie die neuen Bestattungsformen schlagen nicht nur bei den Anschaffungskosten zu Buche, sondern erhöhen auch die laufenden Unterhaltungskosten. Besonders Energie-, Material- und allgemeine Unterhaltungskosten seien gestiegen.
Ob die Gebührenerhöhung ausreicht, um die Bewirtschaftung kostendeckend zu gestalten, hängt auch von der künftigen Nachfrage ab, heißt es weiter.