Einstimmige Wahl zur Generalsekretärin
Die Bundestagsabgeordnete und bisherige CDU-Schatzmeisterin Franziska Hoppermann ist einstimmig zur neuen Generalsekretärin ihrer Partei gewählt worden. Die Hamburgerin folgt auf Carsten Linnemann, der Bundesgesundheitsminister wird. Bundeskanzler und Parteichef Friedrich Merz verkündete auf einer Pressekonferenz die Wahl. Hoppermann ist kommissarisch im Amt, bis sie auf dem nächsten Parteitag bestätigt wird.
Merz: „Eine starke Stimme für die CDU“
Über die Wahl der 44-Jährigen sagte Merz: „Sie kennt das Haus, sie kennt die CDU, sie ist eine starke Stimme für die Partei. Mit ihr gewinnt die CDU eine selbstbewusste, eine wertebewusste, eine moderne Generalsekretärin.“ Sie kenne sowohl die Menschen in der Großstadt als auch auf dem Land. „Sie hat das ganze Land immer fest im Blick“, so Merz. Als Mitglied des Bundesvorstandes der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft und Vorsitzende der Frauen-Union Hamburg bilde die CDU mit Hoppermann eine noch größere Bandbreite ab.
Hoppermann: „Politik ist ein Dienst“
Hoppermann selbst sagte, ihre Wahl sei eine große Ehre, sie freue sich auf die Aufgabe. „Politik ist für mich in allererster Form aber auch ein Dienst – ein Dienst am Land und an den Menschen.“ Politik sei kein Geschäft, sondern ein Dienst an der Partei zum Wohle des Landes.
Vom Hintergrund ins Rampenlicht
In der CDU ist Hoppermann keine Unbekannte, in der breiteren Öffentlichkeit schon. Als Generalsekretärin wird sie nun im Licht der Öffentlichkeit stehen. Als Bundesschatzmeisterin arbeitete sie bislang im Hintergrund, war aber Mitglied des CDU-Präsidiums. Auf ihrem neuen Posten soll sie Merz den Rücken freihalten, die Parteizentrale managen, die Parteigliederungen einbinden und Wahlkämpfe organisieren. Die übliche 100-Tage-Schonfrist wird sie wohl nicht bekommen, denn im September stehen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Landtagswahlen an.
Wahlkreis Hamburg-Wandsbek und bisherige Ämter
Die Diplomkauffrau sitzt seit 2021 für den Wahlkreis Hamburg-Wandsbek im Bundestag. Sie gehört dem Haushaltsausschuss und dem Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung an. Außerdem leitet sie die Enquete-Kommission Corona, die helfen soll, Deutschland besser auf mögliche Pandemien vorzubereiten. Hoppermann trat 1998 in die Junge Union ein, ein Jahr später in die CDU. Schon als Kind habe sie ihren Großvater bewundert, der lange Jahre Bundestagsabgeordneter war. Seit 2022 gehört sie dem Bundesvorstand der CDU an. Nachdem Julia Klöckner das Amt der Bundesschatzmeisterin aufgab, war Hoppermann die Wunschkandidatin von Merz. In Hamburg ist sie Vorsitzende der Frauen Union. Von 2004 bis zum Einzug in den Bundestag 2021 machte sie Kommunalpolitik in der Bezirksversammlung Wandsbek.
Gratulation aus Hamburg
Dennis Thering, Vorsitzender der CDU Hamburg, gratulierte: „Dass eine Hamburgerin künftig eine so zentrale Rolle in unserer Bundespartei übernimmt, erfüllt mich mit großer Freude und Stolz.“ Hoppermann habe mit Klarheit, Verlässlichkeit und großer Fachkompetenz überzeugt. Sie stehe für eine moderne, zugewandte und leistungsstarke CDU. „Die CDU Deutschlands gewinnt mit ihr eine starke Stimme“, so Thering.
Personalkarussell in der CDU
Von der Posten-Neubesetzung in der CDU profitiert auch ein Politiker aus MV: Philipp Amthor soll künftig im Kanzleramt die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern koordinieren. Connemann soll als Staatssekretärin in ein anderes Ministerium wechseln. Der Regierungsumbau von Kanzler Merz hat Folgen für die Abgeordnete des Wahlkreises Unterems: Sie wechselt ins Digitalministerium.