Im Neustrelitzer Stadtzentrum entsteht ein Wohnhaus, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet. Der Rohbau ist bereits fertig, nun folgen unter anderem Holzfenster und Parkettfußböden. Der Einzug ist für Mai nächsten Jahres geplant.
Einzigartige Lage und Solarintegration
Das Gebäude ist von der Umgebung aus gut sichtbar: Die Garagen sind vom Neuen Markt aus erreichbar, der Hauseingang liegt jedoch an der höher gelegenen Straße Klenzgang. Diese ungewöhnliche Anordnung ist nicht die einzige Besonderheit, wie Thomas Splett, dessen Unternehmen für den Bau verantwortlich ist, dem Nordkurier erzählt.
Statt normaler Dachziegel werden Solardachziegel verbaut, bei denen die Solaranlagen direkt in die Ziegel integriert sind. Normale Solarpanele seien im Sanierungsgebiet Stadtdenkmal Neustrelitz nicht möglich gewesen, erklärt Splett. Die Solardachziegel erzeugen Strom und teilweise auch Wärme für das Haus. Im Keller ist ein großer Speicher mit 30 bis 40 Kilowatt geplant, der auch Elektroautos in den Garagen mit Strom versorgen kann. Zusätzlich gibt es Wärmepumpen.
Hochwertige Ausstattung und Denkmalauflagen
„Die Fassade wird toll“, verspricht Thomas Splett. Sein Sohn Wito Tröschel, verantwortlich für den Entwurf, spricht von einer Putzfassade mit natürlichen Farben. Das Gebäude soll sich gut in die Umgebung einfügen, unter anderem mit Holzfenstern, die von der Denkmalpflege vorgegeben seien. In den Wohnungen sind Parkettfußböden geplant, die Ausstattung ist insgesamt sehr hochwertig.
Es entstehen drei Eigentumswohnungen, jeweils eine pro Etage. Im Keller gibt es neben Garagen und einem Raum pro Wohnung auch einen Hobbykeller.
Konzeptvergabe mit 30 Mitbewerbern
Die Stadt habe für das Grundstück eine Konzeptvergabe ausgeschrieben, sagt Wito Tröschel. Die jetzigen Bauherren setzten sich gegen mehr als 30 Mitbewerber durch. Ziel war es, die Garagen unten auf der Bruchstraße zu platzieren, um oben mehr Grünfläche und Bäume auf dem Grundstück zu erhalten. Zu Beginn der Bauarbeiten musste die Firma für die Garagen viel Erde abtragen, sagt Thomas Splett.
Dadurch konnten Spaziergänger auf der Straße Klenzgang im vergangenen Jahr ein großes Loch sehen, das bis zur Straße zum Neuen Markt reichte. Anschließend begann der Rohbau mit Garagen und Keller, dann folgten die oberen Geschosse.
Insgesamt sind drei Vierraumwohnungen mit je 114 Quadratmetern geplant. Sie sind nicht nur über ein Treppenhaus, sondern auch mit einem Fahrstuhl vom Keller aus erreichbar. Eine Wohnung ist bereits verkauft, eine zweite reserviert. Für die dritte gibt es derzeit noch keinen potenziellen Käufer, so Thomas Splett. Der geplante Einzugstermin ist im Mai nächsten Jahres.