Nach dem Erfolg des ersten Teils der Reihe „Stadt Mensch Bau“ im April geht es am 1. September im Anklamer Ritz um die bewegten Jahre nach der Wende bis heute. Im Fokus stehen der tiefgreifende Strukturwandel und seine Spuren im Stadtbild.
Strukturwandel und Stadtumbau
Die Architektin Susann Milatz und der Historiker Christoph Wunnicke beleuchten, wie gesellschaftliche und politische Umwälzungen die Stadt verändert haben. In den 90er Jahren führten der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze, die Schließung von Betrieben und Behörden sowie starke Abwanderung zu einem tiefgreifenden Wandel. Neubaugebiete veränderten sich, während in anderen Stadtvierteln neue Eigenheime entstanden.
Gleichzeitig begann die schrittweise Sanierung der Altstadt. Neue Ideen für Hafen, Peeneufer und Innenstadt wurden entwickelt. Investoren setzten Akzente, etwa mit dem Bau des Lilienthal-Centers, das bei vielen Anklamern bis heute umstritten ist.
Aktuelle Entwicklungen und Zukunft
Zur Sprache kommen auch aktuelle Projekte: die Umgestaltung des Marktplatzes, Abriss und Neubebauung in der Innenstadt, die Wiederbelebung der Nikolaikirchenruine als Kulturort mit dem künftigen „Ikareum“ sowie Anklams Entwicklung als „Tor zur Sonneninsel Usedom“.
Anhand von Fotos, Plänen, Zeitzeugenberichten und konkreten Projekten soll ein lebendiges Bild entstehen, wie sich Anklam seit 1990 zwischen Schrumpfung und Aufbruch, Verlust und Neuanfang verändert hat.
Mitreden und Austausch
Die Veranstaltung wird vom Demokratieladen, vom Museum im Steintor und der Stadt Anklam organisiert. Sie richtet sich an alle, die sich für Stadtgeschichte, Architektur und die Zukunft der Stadt interessieren. Zuhören ist ebenso erwünscht wie Mitreden und Austauschen.
Das zweite Kapitel unter dem Motto „Stadt Mensch Bau“ beginnt am Dienstag, 1. September, um 18 Uhr im Anklamer Ritz. Der Eintritt ist frei.