Stadtbus für Pasewalk: Fehlende Mittel stoppen das Projekt vorerst
Stadtbus Pasewalk: Kein Geld für Busprojekt

Einen Stadtbus in Pasewalk wird es vorerst nicht geben. Das Prüfergebnis der Verwaltung fällt ernüchternd aus: Die Kosten sind zu hoch, und die Stadt hat kein Geld. Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) zeigte sich überrascht von dem Ergebnis.

Kosten und Varianten

Die Stadtverwaltung prüfte zwei Varianten: Bei fünf Touren täglich von Montag bis Freitag und drei Touren am Samstag entstehen Kosten von 230.000 Euro pro Jahr. Bei zwei Touren von Montag bis Freitag und einer Tour am Samstag sind es 90.000 Euro pro Jahr. Die Kosten pro Umlauf würden bei 160 Euro (Montag bis Freitag) und 200 Euro (Samstag) liegen, ohne Fahrpreise für die Bürger.

Rechtliche und finanzielle Hürden

Laut Verwaltung darf nur die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH (VVG) den Stadtbus betreiben. Da es sich nicht um eine Aufgabe des öffentlichen Personennahverkehrs handelt, müsste die Stadt Pasewalk die Beauftragung und alle Kosten tragen. Die Kommunalaufsicht des Landkreises wies bereits auf die steigenden freiwilligen Leistungen der Stadt hin und forderte eine Anpassung an die finanzielle Leistungsfähigkeit. Für 2027 würde die Stadt keine Genehmigung für solche Ausgaben erhalten. „Wegen der Kosten bin ich mit meinem Latein am Ende“, betonte Rodewald.

Weitere Untersuchungen

Die Stadt ermittelte anzufahrende Standorte wie Krankenhaus, Arztpraxen, Apotheken und Einkaufszentren und erstellte eine Fahrtroute. Gespräche mit der VVG und Prüfungen zu Fördermitteln oder Kooperationen mit dem Landkreis blieben ohne tragfähige Lösung. Der Bürgermeister sieht in naher Zukunft keine Umsetzungsmöglichkeit. Die Stadt Torgelow wird bereits aus allen Richtungen angefahren, während in Ueckermünde ein ähnliches Projekt (Strandverkehr) nach der Erprobungsphase eingestellt wurde.