Waldbrand-Alarm bei Granzin: Feuerwehren rücken aus – Entwarnung
Waldbrand-Alarm bei Granzin: Feuerwehren rücken aus

Am Mittwochnachmittag wurden zahlreiche Feuerwehren alarmiert, weil bei Granzin im Müritz-Nationalpark eine Rauchentwicklung erkannt wurde. Daraufhin startete ein Erkundungseinsatz. Der Verdacht auf einen Waldbrand bestätigte sich jedoch nicht.

Zwei Stunden im Einsatz

Mehrere Feuerwehren waren 1,7 Kilometer südlich von Granzin zwei Stunden im Einsatz, um die unklare Lage im munitionsverseuchten Wald zu erkunden. Der Verdacht auf einen Waldbrand habe sich nicht bestätigt, sagt Nils Henke.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Neustrelitz, Carpin, Blankenförde, Watzkendorf, Hohenzieritz, Klein Vielen, Groß Vielen, Boek, Kratzeburg sowie die Führungsgruppe Amt Neustrelitz Land und der Lufterkundungstrupp der Feuerwehrtechnischen Zentrale.

Munitionsbelastung als Hindernis

Amtswehrführerin Doreen Pech ist erleichtert. „Da es sich wieder um ein munitionsbelastetes Gebiet gehandelt hat, hätten wir als Feuerwehr bei einem Brand nicht angreifen dürfen“, sagt sie. Die Kameraden müssen in diesem Fall einen Abstand von 1.000 Metern einhalten.

Mitte Juli war ebenfalls bei Granzin ein Großbrand ausgebrochen. Spezialeinheiten, Hubschrauber der Bundeswehr und eine Drohne waren im Einsatz. 400 Hektar Waldfläche fielen den Flammen zum Opfer. Die Einsatzkräfte konnten den Brand zunächst nicht löschen, da es aufgrund von Munitionsrückständen kontinuierlich zu Explosionen kam. Mehr als 100 Menschen mussten aus den umliegenden Dörfern evakuiert werden. Knapp 400 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.