Hansa Rostock startet mit 3:2-Auswärtssieg in die Drittliga-Saison
Hansa Rostock gewinnt 3:2 in Hoffenheim

Hansa Rostock ist mit einem 3:2-Auswärtserfolg bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim in die neue Drittliga-Saison gestartet. Die 90 Minuten des 1. Spieltags könnten für die Brinkmann-Elf exemplarisch gewesen sein: Die Konkurrenz wird den Druck hochhalten, aber die Chancen stehen gut, dass es letztlich reichen kann.

Auftaktsieg mit Erleichterung

„Am Ende geht im Fußball fast alles über Ergebnisse!“, so die erste Reaktion von Trainer Daniel Brinkmann nach dem knappen Auftaktsieg. Dem 40-Jährigen war die Erleichterung darüber anzumerken, dass seine Mannschaft die erste Hürde übersprungen hat. Denn das war zuletzt nicht gelungen.

Stotterstart unbedingt vermeiden

Einer der Gründe, warum es für Hansa in den vergangenen beiden Spielzeiten zum Aufstieg nicht gereicht hatte, waren zwei völlig vermasselte Startphasen. Sowohl 2024/25 als auch vor einem Jahr sah es nach dem ersten Viertel der Saison eher nach Abstiegs- als nach Aufstiegskampf aus. „Wir wollen nicht dahinkommen, dass wir wieder hinterlaufen müssen“, so die Ansage von Daniel Brinkmann. Der Trainer setzt darauf, dass Themen wie Überzeugung, Sicherheit und Souveränität helfen werden. Dabei könnten mitunter auch Scheuklappen nützlich sein. „Nicht so viel nach links und rechts schauen, sondern hart arbeiten“, so Brinkmanns Credo.

Schwächen im Abwehrverhalten

So wichtig der Sieg im Auftaktspiel auch gewesen sein mag, so hart musste er auch erarbeitet werden. Die junge Hoffenheimer Mannschaft (Altersdurchschnitt der Startelf 20 Jahre) stellte die Rostocker in der ersten Halbzeit vor mehr Probleme, als es dem Favoriten lieb gewesen ist. Vor allem das Abwehrverhalten vor beiden Gegentoren war unzureichend. „Da haben wir uns individualtaktisch vielleicht nicht 100 Prozent richtig verhalten“, formuliert Brinkmann die Szenen noch recht freundlich. Tatsächlich waren Marco Schuster (beim ersten Gegentor) und Florian Carstens (beim zweiten) schlichtweg nicht bei der Sache. Auffällig war auch, dass Hansa zwar drei Mal in Führung ging, alle Treffer aber wenig zur Selbstsicherheit im Rostocker Spiel beigetragen haben.

Favoritenrolle und nächste Aufgaben

In Hoffenheim hat Hansa einen Vorgeschmack darauf bekommen, was die Mannschaft über die Saison hinweg erwarten wird: Jeder will den großen Favoriten ärgern und bestenfalls mit einem Erfolg das eigene Selbstbewusstsein stärken. Dass die meisten Experten Hansa als Aufstiegskandidaten Nummer 1 sehen, ist für Daniel Brinkmann nicht von Bedeutung: „Das eine ist das Tippen im August. Und das andere das Ausspielen im Mai“, so Brinkmann. Allerdings: Nicht nur die Experten sehen die Rostocker in der Favoritenrolle, sondern der FC Hansa sich selbst auch. Die nächste Standortbestimmung gibt es am zweiten Spieltag im Ostseestadion gegen Waldhof Mannheim. Anpfiff ist am Sonntag um 13:30 Uhr in voller Länge im Audio-Livestream auf ndr.de/mv oder in der NDR MV-App.