Waren: Kreisel in Springer Straße wohl gekippt – Umplanung empfohlen
Waren: Kreisel in Springer Straße wohl gekippt

Die Sanierungspläne für die Springer Straße in Waren (Müritz) stehen erneut auf dem Prüfstand. Der Stadtentwicklungsausschuss hat einstimmig empfohlen, den geplanten Ausbau ohne den umstrittenen Kreisverkehr im Kreuzungsbereich mit der Dietrich-Bonhoeffer-Straße vorzunehmen.

Fördermittel bleiben wohl erhalten

Die Verwaltung informierte den Ausschuss, dass bei einer Umplanung wahrscheinlich kein Verlust von Fördermitteln drohe. Dennoch favorisieren Bauplaner und Verwaltung weiterhin den Kreisel, weil der Verkehr dann flüssiger laufen und die Geschwindigkeit an der Stelle reduziert werden soll. Zudem bestehe weniger Unfallgefahr.

Tony Wachholz (AfD) merkte an, dass die Betroffenheit von Grundstückseigentümern, deren Ausfahrten direkt im Kreisel lägen, nicht wegzudiskutieren sei. Ralf Schütze (SPD/Grüne) wies auf die laut Planung um 50 Zentimeter erhöhte Mitte des Kreisverkehrs hin, die Lkw- und Busfahrzeuge überfahren müssten.

Umplanung kostet Zeit und Geld

Auch im Verkehrsausschuss soll erneut über die Springer Straße beraten werden. Es ist davon auszugehen, dass die Konstruktion dort erneut durchfällt. Zwar würde die Baumaßnahme ohne den Kreisel günstiger, allerdings müsste die Stadt für die Umplanung nochmals Geld in die Hand nehmen. Der Spareffekt und die neuerlichen Planungskosten würden sich am Ende wohl ausgleichen. Zudem sei mit einem Zeitverzug von mindestens drei Monaten zu rechnen.

Entscheidung im Oktober

Für die Sanierung wird mit Gesamtkosten von etwas mehr als 1,8 Millionen Euro gerechnet. Das Land hat 851.700 Euro zugesagt. Das letzte Wort über eine Umplanung ohne Kreisel hat die Stadtvertretung am 14. Oktober.