Zwischen Möderitz und Malchow bei Parchim sind am Freitagmittag mehrere Strohmieten in Brand geraten. Insgesamt brannten rund 150 Strohballen. Der nahe gelegene Wald konnte erfolgreich geschützt werden.
Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Parchim, Spornitz, Matzlow-Garwitz und Möderitz sowie der Bereitschaftsdienst des Amtes Parchimer Umland und die Kreiswehrführung.
Einsatzleiter: Hauptaufgabe war der Schutz des Waldes
Einsatzleiter Alexander Stutz sagte: „Hauptaufgabe ist für uns, ein Übergreifen auf einen benachbarten Wald zu verhindern.“ Erschwert wurden die Arbeiten durch den Wind, der das Feuer in Richtung des Waldes drängte.
In Absprache mit dem Vertreter des Agrarbetriebes wurde vereinbart, die Ballen kontrolliert abbrennen zu lassen. Stutz begründete das Vorgehen: „Wenn wir jetzt versuchen mit Wasser zu löschen, erreichen wir nicht viel. Das Wasser macht die Ballen nass und verlängert den Einsatz und so löschen wir etwas später.“
Landwirte zogen Brandschneise und wässerten Waldrand
Währenddessen zogen die Landwirte eine Brandschneise rund um die Brandstelle. Mit Wasserwagen wurde die angrenzende Waldkante gewässert. Die Zusammenarbeit mit dem Agrarbetrieb funktionierte sehr gut, sodass die Ballen relativ schnell herunterbrannten und das Ablöschen der Reste beginnen konnte.
Nach und nach kehrten die ersten Einsatzkräfte in ihre Orte zurück. Vor Ort blieben die Wehren aus Parchim, Möderitz und Spornitz. Gemeinsam mit den Landwirten wurden weitere Brandschneisen gezogen und die Waldkante gewässert.
Einsatz nach siebeneinhalb Stunden beendet
Nach rund siebeneinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Die Meldung „Feuer aus“ wurde an die Leitstelle gefunkt. Die Brandstelle wurde dem Agrarbetrieb übergeben, der auch die Brandwache übernahm.
Die Kameraden dankten den Mitarbeitern des Agrarbetriebes für die sehr gute Zusammenarbeit. Besonders bedankten sie sich bei einigen Privatleuten: „Die kamen im Laufe des Nachmittags und brachten uns Eis und kühle Getränke - eine willkommene Erfrischung angesichts der hohen Temperaturen und durchaus nicht selbstverständlich“, so die Kameraden.
Der Sachschaden wurde nach erster Schätzung auf 25.000 bis 30.000 Euro beziffert. Zur Brandursache konnten noch keine Aussagen getroffen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.