Schloss-Premiere: 600 Sänger verwandeln Innenhof in Chor
Schloss-Premiere: 600 Sänger verwandeln Innenhof in Chor

Der Innenhof des Schweriner Schlosses ist am Freitagabend zur größten Gesangsbühne der Stadt geworden. Rund 600 Menschen kamen zur Premiere des Open-Air-Rudelsingens und verwandelten den Hof in einen riesigen Chor. Die Veranstaltung reiht sich ein in eine Serie von Mitsing-Aktionen in der Landeshauptstadt, nachdem erst am Dienstag die Hamburger Band TRiPOD den Marktplatz in eine Party verwandelt hatte.

Hunderte Stimmen im Schlosshof

Das Prinzip des Rudelsingens ist einfach: Die Texte werden auf eine Leinwand projiziert, vorne geben David Rauterberg, Matthias Schneider und Simon Bröker den Ton an. Mehr als zwei Stunden wurde gesungen, geklatscht und geschunkelt, mit einer Mischung aus Klassikern, Schlagern und 90er-Hits.

Besucher Katy und Maike aus Parchim zeigten sich begeistert: „Wir haben die Karten von Freunden geschenkt bekommen und wollten sehen, was das ist. Ein paar mehr Hits aus den 90ern wären schön gewesen, wir hatten trotzdem Spaß!“, sagte das Paar. „Und wenn alle mitsingen, ist es auch völlig egal, wie schief du selbst singst.“

Gemeinschaftserlebnis mit Wiederholungsbedarf

Wiebke aus Schwerin betonte den Gemeinschaftsaspekt: „Man kennt viele Lieder einfach aus dem Radio, von früher oder von Familienfeiern. Zusammen zu singen, macht einfach Freude.“ Dirk lobte die ungewöhnliche Kulisse: „Das Schloss sieht man ja ständig, wenn man aus der Gegend kommt. Aber hier drin mit so vielen Menschen gemeinsam zu singen, ist noch mal etwas ganz anderes. So etwas darf es in Schwerin ruhig öfter geben.“

Rudelsingen kehrt im November zurück

Initiator David Rauterberg zog eine positive Bilanz: „Es waren ca. 600 Gäste. Super Stimmung. Das war eine großartige Premiere in einer grandiosen Kulisse.“ Die nächste Gelegenheit zum gemeinsamen Singen bietet sich bereits am 25. November, dann allerdings drinnen im Club Zenit ohne Open-Air-Atmosphäre.