Puchow und sein Ortsteil Rahnenfelde werden 700 Jahre alt. Der Verein „Dorftreff PuRa“ hat seit eineinhalb Jahren das Jubiläumsfest vorbereitet. Die offizielle Feier findet am 29. August auf dem Festplatz statt.
Ausstellung zur Ortsgeschichte
Eine kleine Gruppe im Verein hat eine Ausstellung über die Geschichte des Dorfes und seines Ortsteils zusammengestellt, wie Vereinsmitglied Kathleen Reimert berichtet. Über die frühen Jahrhunderte gibt es wenig Material, doch aus dem vergangenen Jahrhundert existieren reichlich Informationen.
So wurde das Schloss in Puchow zu DDR-Zeiten vom Verband Bildender Künstler des Bezirks Neubrandenburg genutzt. „Künstler haben hier über die Sommermonate gemalt“, sagt Kathleen Reimert. Damals fanden die „Puchower Bildersonntage“ statt, die Künstler und Einwohner zusammenbrachten.
In Gedenken daran beteiligte sich der Verein am Pfingstwochenende an der Reihe „Kunst offen“. Zahlreiche damalige Künstler trafen nach Jahren wieder Dorfbewohner, sogar eine Cellistin reiste extra an, um alte Freunde zu sehen.
Fest am Wokuhlsee
Dieser Gedanke prägt auch die 700-Jahrfeier: Einwohner, ehemalige Bewohner und Gäste aus der Region sollen am 29. August auf dem Festplatz am Wokuhlsee zusammenkommen, alte Bekannte treffen und gemeinsam feiern.
Der Männerchor der Dorfgemeinschaft eröffnet das Programm, gefolgt vom Männerchor Penzlin 1907 und den Schalmei-Musikanten Mühlhof. DJ Freddy und DJ Flow legen auf, Schlagersänger Markus Christiansen tritt auf, und der Tag endet mit einer TechnoNacht.
Zusätzlich gibt es Tombola, Glücksrad, Kutschfahrten sowie für Kinder Bastelaktionen, Kinderschminken und eine Hüpfburg. Die Ausstellung zur Ortsgeschichte ist im Natur- und Dorfgemeinschaftshaus neben dem Festplatz zu sehen, ebenso ein Film vom Festumzug zur 675-Jahrfeier.
Helfer gesucht
Zur 675-Jahrfeier wurde eine Woche lang gefeiert, erinnert sich Kathleen Reimert. Das sei heute nicht mehr möglich. Stattdessen gibt es „Kunst offen“, einen Open-Air-Kinoabend am See und das offizielle Fest. Der Verein hat 38 Mitglieder, davon 15 Aktive, und ist auf zahlreiche Helfer angewiesen. Kathleen Reimert hofft, dass sich künftig mehr Anwohner für die Vereinsarbeit begeistern.