Mit der ersten Hauptrunde im Landespokal wurde die Fußball-Saison 2026/27 auf Landesebene gestartet. Die Partien lieferten ein breites Spektrum: Kantersiege, knappe Entscheidungen und ein Last-Minute-Tor.
Deutliche Siege und ein Last-Minute-Erfolg
Der SV Warnemünde startete mit einem 10:0-Auswärtssieg gegen Ludwigslust/Grabow in die Saison. Danylo Sorokolita war mit drei Treffern bester Torschütze der „Reds“. Der FSV Kritzmow gewann mit 5:0 beim Poeler SV, der Rostocker FC setzte sich mit 5:0 in Stralendorf durch, und der FSV Bentwisch holte einen 3:0-Auswärtssieg in Warin.
Papendorf gewann in der 90.+2. Minute durch ein Tor von Jaden Priem gegen Brüsewitz. Der FC KSG Lalendorf unterlag dem Greifswalder FC mit 1:7, der FSV Dummerstorf verlor mit 2:5 gegen Görmin, und der Sievershäger SV musste sich der SG Dynamo Schwerin mit 2:4 geschlagen geben.
Stimmen zu den Partien
Max Bregulla (FC KSG Lalendorf): „Auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick deutlich aussieht, können wir mit Stolz auf dieses Spiel zurückblicken. Zwischen beiden Mannschaften liegen mehrere Spielklassen und genau deshalb ist die 1:7-Niederlage für uns keineswegs ein Grund, den Kopf hängenzulassen. Wir können stolz darauf sein, uns dieser Herausforderung gestellt zu haben. Für unsere Mannschaft war es eine großartige Gelegenheit, sich mit einem deutlich höherklassigen Gegner zu messen. Solche Spiele sind nicht alltäglich und bleiben in Erinnerung.“
Martin Schröder (SV Warnemünde): „Wir sind sehr froh übers Weiterkommen. Bei einem ambitionierten Landesligisten kann es auch mal schnell knapp werden. In unserem Fall war es aber nicht so. Wir sind immer ruhig geblieben und haben den Ball gut laufen lassen. Da muss man der Mannschaft ein Kompliment machen.“
Knappe Spiele und vergebene Chancen
Christian Engels (SG Warnow Papendorf): „Gegen einen extrem tief stehenden Gegner und auf einem schwierig zu bespielenden Platz haben wir unser Spiel erwachsen durchgebracht. Wir hatten definitiv vorher genug Möglichkeiten, um es nicht so spannend zu lassen, aber Spielglück musst du dir halt auch erarbeiten.“
Anton Müller (FSV Bentwisch): „Wie immer zählt im Pokal gegen einen Gegner aus einer unteren Liga nur das Weiterkommen. Wir waren wie erwartet ballbesitzdominant, machten aus unseren Tormöglichkeiten aber zu wenig. Warin stand defensiv diszipliniert und lauerte auf Konter. Eine Möglichkeit konnte unser Torhüter stark parieren. Ein Eckball sorgte für das 1:0. Kurz darauf erzielten wir mit dem Halbzeitpfiff das 2:0. In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Wir machten das Spiel und zeitig das 3:0.“
Sascha Kunstmann (Sievershäger SV): „Heute waren sehr viele Menschen im Stadion, die mir unglaublich viel bedeuten. Das war ein wahnsinnig schönes Gefühl. Dafür möchte ich mich bedanken. Dass Schwerin die überlegene Mannschaft war, steht außer Frage. Trotzdem gingen wir sehr unglücklich mit 0:2 in die Pause. Dann hatten wir plötzlich das Momentum auf unserer Seite und glichen aus. Alles schien wieder möglich. Leider schwächen wir uns nur kurz darauf selbst mit einer gelb-roten Karte. Dass wir hinten heraus mit 2:4 verlieren, ist mit Zehn gegen Elf auf diesem Niveau nicht zu verhindern. Trotzdem bin ich unglaublich stolz auf unseren Auftritt.“
Weitere Ergebnisse und Stimmen
Toni Leske (FSV Kritzmow): „Wir waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, hatten einen relativ guten Ballvortrag und ein sehr variables Positionsspiel. Nur im Pressingverhalten waren wir etwas zu zögerlich. Die zwei schnellen Treffer kurz nach der Pause haben das Spiel entschieden.“
Steve Kölzow (FSV Nordost Rostock): „Das erwartete schwere Spiel, in dem wir vor große Aufgaben gestellt wurden. Bei den ersten Gegentreffern machten wir es den Gästen allerdings zu einfach. In der zweiten Hälfte waren wir besser in der Partie und hätten auch ein Tor verdient gehabt. Da waren wir auch offensiv präsenter.“
René Röbke (PSV Rostock): „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen Verbandsligisten, bei dem wir gerade in der ersten Halbzeit mit unserer Leistung im defensiven Bereich überzeugten. Leider konnten wir unsere Chancen für eine 1:0-Führung nicht nutzen. Mit fortschreitendem Spiel schwanden die Kräfte und der Gegner kam zu immer mehr Abschlüssen. Am Ende ein verdienter Sieg des FC Förderkader, der in der Höhe aber nicht den wahren Spielverlauf widerspiegelt.“
Jörg Rutkowski (FC Förderkader): „Das, was wir uns schwerpunktmäßig vorgenommen hatten, konnten wir sehr gut umsetzen. Kompliment an meine Mannschaft für einen guten Auftritt. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde gegen den PSV Rostock. In der letzten Saison haben sie es Neubrandenburg sehr schwer gemacht. Wenn man etwas Negatives sehen will bei uns, war es die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte war das viel besser.“
Verletzung und Genesungswünsche
Thomas Strupp (SV Wittenbeck): „Das Ergebnis täuscht ein wenig über das Spiel hinweg. Pastow war sehr effektiv in der Chancenverwertung. Wir standen auch oftmals zu weit weg vom Gegenspieler und haben es dem Gegner sehr leicht gemacht, Tore zu erzielen. Die erste Hälfte war sehr intensiv. Es ging ständig hin und her. Nach der schweren Verletzung von Mika Budzinski war die Luft bei uns raus. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.“
Christopher Kaminski (SV Pastow): „Am Ende war es ein hochverdienter Sieg, auch die Höhe geht in Ordnung. Wir sind denkbar schlecht ins Spiel gekommen. Es waren schon wilde 20 Minuten in einem typischen Pokalspiel, in dem beide Mannschaft mit offenem Visier und ohne Abwehr zu Werke gehen. Offensiv haben wir weitergeht und bis zur Pause ein 7:2 herausgeschossen. Leider hat sich beim siebten Tor ein Spieler des Gegners schwerer verletzt und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Da ist dann Fußball nicht mehr wichtig. Wir schicken die besten Genesungswünsche und hoffe, dass der Spieler bald wieder auf die Beine kommt.“
Tobias Schulz (Rostocker FC): „Wir sind auf einen mutig spielenden Gegner getroffen. Nichtsdestotrotz wollten wir unser eigenes Spiel auf den Rasen bringen, was uns auch phasenweise gut gelungen ist. Bis auf zwei, drei kritische Situationen hatten wir das Spiel ganz gut im Griff und haben uns eine Vielzahl an guten Tormöglichkeiten erspielt. Die Jungs aus Stralendorf haben einen guten Job gemacht und uns das Leben so schwer wie möglich gemacht. Alles in allem sind wir zufrieden und schauen, gegen wen wir in der nächsten Runde spielen werden.“