Der A400M der Luftwaffe flog am Dienstag im Tiefflug über die Region Parchim und Neubrandenburg. Die Maschine war auf rund 200 Meter Höhe unterwegs und flog mit etwa 500 km/h, wie die Luftwaffe auf Anfrage mitteilte. Der Überflug diente dem taktischen Training der Crews.
Tiefflüge für die Einsatzbereitschaft notwendig
Die Luftwaffe erklärte, dass ein Verzicht auf Tiefflüge nicht möglich sei. „Mit Blick auf den Erhalt der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte und unter den gegebenen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen“ seien solche Übungen unverzichtbar. Zwar absolvieren Piloten bereits große Teile der Ausbildung in Simulatoren, doch „die Durchführung von Übungseinsätzen in einem realen Umfeld bleibt dennoch unumgänglich“, so ein Sprecher.
Übungsziele in Neubrandenburg und Parchim
Die Region um Neubrandenburg wird regelmäßig von A400M-Maschinen aus dem Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf angeflogen. Bei Neubrandenburg liegt der ehemalige Fliegerhorst Trollenhagen, der für Landeanflüge und das Training mit Nachtsichtgeräten genutzt wird. Der Vorteil: Landebahn und Umfeld sind nachts nicht beleuchtet. Auch der geschlossene Flughafen in Parchim wurde für „taktische Verfahren“ genutzt.
Der A400M im Detail
Der A400M ist mit rund 45 Metern Länge das größte Transportflugzeug der Luftwaffe. Er kann bis zu 116 Soldaten, sechs Geländewagen oder einen Schützenpanzer transportieren. Auch ein Kampfhubschrauber passt in den Laderaum. Zudem kann der A400M andere Flugzeuge wie den Eurofighter in der Luft betanken.
Tiefflüge sind notwendig, um Radarsysteme zu umgehen, feindliche Luftabwehr zu meiden und Fracht präzise abzuwerfen. Sie sind werktags von 8 bis 18.30 Uhr bis zu einer Mindestflughöhe von 150 Metern zulässig, ausgenommen Großstädte und bestimmte Industrieanlagen. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr bestätigte nach Auswertung der Flugdaten, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten wurden und die Mindestflughöhe nicht unterschritten wurde.