In Malchin sorgte ein Vorhaben des Stadtbauhofs für Aufsehen: Zusammen mit Führungskräften des Netzbetreibers E.dis sollte die Steinstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich umgestaltet werden. Vier schwere Blumenkübel bremsen dort seitdem den Autoverkehr. Die aufgestellten Rohrrahmen, die auf die besondere Verkehrssituation hinweisen sollten, mussten jedoch auf Anweisung der Kreisstraßenverkehrsbehörde wieder abgebaut werden.
Zufällige Entdeckung durch Behördenmitarbeiter
Im Rathaus wurde gerätselt, ob der Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde zufällig vorbeikam oder ob jemand die Schilder-Truppe gemeldet hatte. Der Landkreis Seenplatte klärte auf: Der Mitarbeiter war dienstlich in Malchin unterwegs und stellte die Situation zufällig fest. Durch sein schnelles Eingreifen konnten die verbotenen Rohrrahmen sofort entfernt werden, bevor etwas passierte.
Mängel an Verkehrszeichen und Hindernissen
Die Behörde beanstandete mehrere Punkte: Die an den Rohrrahmen befestigten Verkehrszeichen für den Beginn eines verkehrsberuhigten Bereichs waren zu niedrig angebracht und entsprachen nicht den Vorschriften. Die Rohrrahmen selbst stellten unmittelbar auf der Fahrbahn montiert ein Hindernis dar. Auch die Blumenkübel wurden kritisiert: Sie müssen für alle Verkehrsteilnehmer ausreichend und rechtzeitig erkennbar sein und dürfen keine Gefahr darstellen. Die Stadt hatte offenbar nicht daran gedacht, auf die Kübel mit Verkehrszeichen hinzuweisen. Provisorisch sind die Blumenpötte nun mit Absperrbaken gesichert.
Wirkung und weitere Schritte
Die Blumenkästen zeigen zwar eine gewisse Wirkung, denn Autofahrer verringern ihr Tempo deutlich, beschleunigen danach aber wieder. Am Straßenrand parkende Autos hätten den gleichen Effekt gehabt. Ob Fußgänger in der Steinstraße nun sicherer sind, lässt sich bei den slalomfahrenden Autos nicht feststellen. Die Behörde sieht weiterhin Anpassungsbedarf bei den Pflanzkübeln.