14 Radfahrer sind derzeit auf einer klimafreundlichen „Kaffeefahrt“ durch Deutschland unterwegs. Sie verteilen fair gehandelten Bio-Kaffee aus Nicaragua an Weltläden in sieben Bundesländern – und das mit dem Fahrrad. Am Mittwoch machte die Gruppe Halt in Ludwigslust und übergab dort 55 Kilogramm Segelkaffee an den Weltladen im Zebef.
Start am Hamburger Hafen
Der Kaffee des Importeurs Café Chavalo, der auch in Nicaragua geröstet wurde, kam mit dem Segelschiff im Hamburger Hafen an. Dort startete die Radtour. Organisator Christian Mädler vom Verein Freiberger Agenda 21 erklärte: „Das Ziel ist es, dass der Kaffee so emissionsarm wie möglich in die Weltläden kommt.“
Am Dienstag machten sich die Radfahrer im Alter von vier bis 73 Jahren auf den Weg von Hamburg nach Freiberg in Sachsen. Für die insgesamt 900 Kilometer hat die Gruppe zwei Wochen Zeit eingeplant. „Heute sind wir 85 Kilometer gefahren, das reicht dann auch für einen Tag“, so Mädler.
Stopp in Schwerin und Ludwigslust
Bereits am Mittwochnachmittag wurde der Segelkaffee an den Schweriner Weltladen ausgeliefert. Mitarbeiterin Susanne Meletzki schloss sich der Gruppe spontan an: „Ich finde die Aktion einfach toll, außerdem hatte ich eh grade Feierabend. Also bin ich bis Ludwigslust mitgefahren und verbringe die Nacht jetzt bei meiner Oma, die ganz in der Nähe wohnt.“
In Ludwigslust wurde die „Kaffeefahrt“ von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Weltladens im Zebef begrüßt. Ulrike Günther vom Weltladen sagte: „Wir freuen uns, dass wir den Segelkaffee jetzt auch im Sortiment haben.“ Die Aktion sei eine tolle Möglichkeit, auf den fairen Handel und die Transportwege unserer Lebensmittel aufmerksam zu machen. „Die Kaffeefahrt zeigt, dass fairer Handel und klimafreundliche Mobilität hervorragend zusammenpassen“, so Mädler.
Weiterfahrt nach Wittenberge
Nach der Übergabe des Segelkaffees nutzten die Radfahrer und die Ehrenamtlichen den Abend für eine gemeinsame Runde und Gespräche. Am Donnerstag geht es für die Gruppe weiter nach Wittenberge. „Ein besonderer Höhepunkt wird sicher die Fahrt über den Brocken im Harz“, erklärte Christian Möls, ebenfalls vom Verein in Freiberg. Am 23. August will die Gruppe in Freiberg ankommen und die letzte Tüte Segelkaffee ausliefern. Wer sich der Gruppe für ein Stück des Weges anschließen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.