Neues Netzwerk für Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Seenplatte
Netzwerk für Betriebliches Gesundheitsmanagement in Seenplatte

Ein neues Netzwerk für betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) entsteht in der Seenplatte. Es richtet sich an kleine und mittlere Betriebe aller Branchen, nicht nur an große Unternehmen oder bestimmte Berufe.

Hintergrund und Ziele

Krankheit, besonders längere Ausfälle, belastet Kollegen, Kunden und Arbeitgeber. Das Netzwerk will Unternehmen dabei unterstützen, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern und so Fehlzeiten zu reduzieren. Initiatorin ist Anke Ruthenberg vom Kreisverband Mecklenburg-Strelitz der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Sie verweist auf ein erfolgreiches Netzwerk in Rostock und sagt: „So etwas brauchen wir in der Seenplatte auch!“

Es geht nicht um Wellness-Massagen, sondern um das Verständnis, „warum Menschen krank werden und was sich daran ändern lässt“. Analysiert werden sollen physische und psychische Belastungen, Arbeitsabläufe und Führungskultur.

Erste Schritte und Beispiele

Bei der Awo führten Mitarbeiter-Befragungen zu ersten Maßnahmen wie Trainings für Führungskräfte, die Runde „Leitung trifft Team“ mit gesundem Frühstück und ein Beratungstag zur Rente. Fehlzeiten sind für Unternehmen ein Kostenfaktor, den sie beeinflussen können: „Wer seine Mitarbeitenden verschleißt, schadet langfristig der Arbeitsfähigkeit“, erklärt Ruthenberg.

Das Netzwerk will Unternehmen ansprechen, die sich bisher nicht an das Thema herantrauen. Was ein einzelner Betrieb nicht stemmen kann, sei „zu dritt oder zu zehnt plötzlich machbar“. Geplant sind gemeinsame Präventionsangebote, Gesundheitstage und externe Beratungen.

Unterstützung durch die AOK

Die AOK Nordost ist Partner des Netzwerks. Stefanie Steinke, Koordinatorin für betriebliche Gesundheitsförderung, erlebt eine wachsende Offenheit: Nur etwa zehn Prozent der Unternehmen seien desinteressiert. Gefragt sind Bewegungsberatung am Arbeitsplatz sowie Themen wie psychische Gesundheit. Die Kasse unterstützt mit Fördermitteln und der Vermittlung von Fachleuten.

Ein erstes Treffen findet am 1. September in Neustrelitz statt. Interessenten können sich bei Anke Ruthenberg per E-Mail oder unter der Rufnummer 0171 810 3324 melden.