Beim 31. Oldtimer- und Traktorentreff im Agroneum in Alt Schwerin gab es am Wochenende historische Traktoren, seltene Landmaschinen und ein Familienprogramm. Schon am Samstagvormittag kamen viele Besucher auf das Museumsgelände.
Eröffnung mit Ehrengästen
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Arne Kröger, Erster Stellvertreter des Landrates der Mecklenburgischen Seenplatte, Alt Schwerins Bürgermeister Daniel Radtke und Museumsleiterin Anke Gutsch eröffnet. Kröger betonte die Bedeutung des Museums: „Das Agroneum steht stellvertretend für unsere Region, die seit jeher stark von der Landwirtschaft geprägt war. Hier wird unsere Geschichte nicht vergessen – sie wird gelebt.“ Er wies auch auf die im Bau befindliche neue Ausstellungshalle hin.
Auf dem Freigelände zeigten mehrere Hundert Aussteller historische Traktoren, Pkw, Motorräder, Lastwagen und landwirtschaftliche Maschinen. Ein Höhepunkt war der traditionelle Traktorenkorso durch Alt Schwerin mit knapp 80 Fahrzeugen.
Einzigartige Famulus-Prototypen
Besonderes Interesse galt zwei Einzelstücken aus dem ehemaligen Schlepperwerk Nordhausen: der Famulus 60 RT 330 mit Allradachse und der Famulus Tandem RTA 550/80. Hartmut Böttner aus Oldisleben rekonstruierte sie anhand originaler Konstruktionsunterlagen. Beide Fahrzeuge blieben einst Prototypen und gingen nie in Serie.
Die 21-jährige Fiene Heckel aus Gera legte mit ihrem historischen Famulus 40 und einem Wohnanhänger mehr als 600 Kilometer zurück. Ihre Tour führte über Bitterfeld, Schönebeck an der Elbe, die Altmark, Schwerin und die Insel Poel bis nach Alt Schwerin.
Programm für die ganze Familie
Ein großer Teilemarkt, regionale Händler, Handwerksstände und kulinarische Angebote luden zum Bummeln ein. Familien nutzten Spiel- und Mitmachangebote, während das nostalgische Riesenrad einen weiten Blick bot. Am Samstagabend spielte die Band Alpha Tonez bei freiem Eintritt.
Das Treffen zählt seit mehr als drei Jahrzehnten zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern und verbinde Technikgeschichte, regionale Identität und gelebte Museumskultur, so das Team des Agroneums.