In Güstrow hat die inklusive Postkartenwerkstatt begonnen. Das Projekt im Kinder-Jugend-Kunsthaus ist das erste Angebot nach der langen Umbauphase. 20 Teilnehmer können vier Tage lang ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Kreative Vielfalt
Peter malt konzentriert mit kräftigen Farben auf sein Blatt, während Petra mit feinen Strichen den Rand ihres Zeichenblattes gestaltet. Ob mit Filzstift, Aquarellfarben oder Buntstift – jeder kann nach eigener Vorstellung arbeiten. Geleitet wird die Werkstatt von Clas P. Köster, Dipl. Kunsttherapeut.
Gemeinsam gestalten
Clas P. Köster bietet die Postkartenwerkstatt bereits seit Jahren an. „Hier tun sie etwas zusammen, gestalten etwas kreativ und können so auch voneinander lernen“, sagt er. Die Teilnehmer seien alle gleich genial, so der Kunsttherapeut.
Teilnehmerin mit Erfahrung
Johanna Degen (23) ist zum vierten Mal dabei. „Für mich war die Postkartenwerkstatt einer der ersten Berührungspunkte mit Menschen mit einer geistigen Behinderung“, erklärt sie. Durch das Projekt seien ihr diese Menschen ans Herz gewachsen. Degen war selbst ein „Kunsthauskind“, absolvierte ihr Freiwilliges soziales Jahr hier und studiert jetzt „Kunst im Sozialen“ in Ottersberg.
Neue Formen
Am Wochenende nahmen auch Teilnehmer des kunsttherapeutischen Gruppenangebots teil. „Das war ein Angebot, das lange von der Krebsgesellschaft MV finanziert wurde und nun nach einer neuen Form sucht“, so Köster.
Entstehen werden Postkarten, die mehrere Handschriften tragen. Auf einer ersten Nass-in-Nass-Grundlage auf großformatigen Blättern haben andere Teilnehmer weitergearbeitet. Ausschnitte davon werden für die Postkarten ausgewählt.