Kunst-Studenten finden ihren Flow – mit Jazzklängen, Linoldruck und See-Blick
Kunst-Studenten finden ihren Flow in Teterow

Bereits am Sonntag sind die 18 Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin in der Teterower Jugendherberge angekommen. Schnell fanden sie ihr erstes Motiv: den Töpfermarkt auf dem Schulkamp. „Die Stände, die Keramik, die Menschen und dazu die Klänge eines Jazz-Musikers bildeten einfach eine schöne Atmosphäre“, schilderte Viktoria Heise. Sie malt gerne abstrakt mit starken Farben und möchte in dieser „Kunstwoche“ ausloten, wie abstrakt ihre Malerei werden kann.

Teilnehmer erkunden Stadt und Natur

Leander Runow fand den Töpfermarkt ebenfalls sehr schön. Er hat bereits die Gegend erkundet und sich am Montag einen Platz am Teterower See gesucht. Dort beobachtete er die Natur und hielt eine Szenerie auf Papier fest. „Ich interessiere mich für Kunst wie beispielsweise die Streetart in Berlin oder auch den Künstler Édouard Manet“, erklärte der 21-Jährige. In dem einwöchigen Workshop möchte er viel lernen und Erfahrungen sammeln. Geplant hat er neben dem Landschaftsbild noch eine Ansicht eines Stadthauses sowie etwas Abstraktes.

Workshop zum 13. Mal in Teterow

Geleitet wird der Kunst-Workshop von Mario Lischewsky, der bereits zum 13. Mal Teterow besucht. „In der Stadt gibt es immer wieder neue Erlebnisse“, spielt er auf den Töpfermarkt oder den Kulturverein Formate an. Die Stadt entwickele sich weiter, was sich unter den Studenten herumspreche. Einige Teilnehmer kommen immer wieder – wie Lou Walker. Die 31-Jährige ist zum zehnten Mal dabei. Statt sich jedes Jahr ein anderes Motiv vorzunehmen, testet sie jedes Mal eine andere Technik. „Dieses Jahr möchte ich den Linoldruck auf Textilgegenständen ausprobieren“, erklärt sie. Sie schätzt das kreative Arbeiten in Teterow, da im Alltag die Zeit dafür fehle. „Wenn man kreativ arbeitet, hat man einen anderen Bezug zu seiner Seele“, ergänzt Viktoria Heise. Das Besondere sei, dass man sein Ergebnis mit den anderen Studenten teile.

Präsentation am 8. August

Leander Runow sieht Teterow im Vergleich zu Berlin als entspannter. Das Tempo werde herausgenommen und es sei entschleunigend. Die Studenten laden am Sonnabend, 8. August, alle Teterower und Gäste in die Jugendherberge ein. Ab 17 Uhr präsentieren sie dort ihre Kunstwerke.