Beim Reitturnier in Sukow haben sich 180 Reiter in 17 Prüfungen gemessen. Mehr als 30 Helfer sorgten für den reibungslosen Ablauf. Ein 87-jähriger Ehrengast verband mit dem Turnier eine besondere Erinnerung.
Ehrengast mit historischer Verbindung
Klaus Lemcke, Ehrenpräsident des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, war eigens aus Schwerin angereist. Er wollte sich das Turnier anschauen, aber auch eine alte Freundschaft pflegen. Vor 50 Jahren hatte sein Freund Herrmann Dähling hier ein Turnier gewonnen. „Deshalb haben wir uns hier verabredet. Allerdings habe ich ihn noch nicht entdecken können“, sagte Lemcke.
Siege und Platzierungen
Den Sieg in der Springprüfung Klasse A* über 95 Zentimeter holte Steffen Kalugin vom SPV Sukow mit Cookie. Juliane Weihs vom Reit SC Sandfelder Grevesmühlen erreichte mit Firefly AS Rang zwei und mit Calla Camira Rang drei.
Ärger über Terminkollision
Die Organisatoren waren unzufrieden, weil parallel auf dem Hof Reddentin bei Wismar ein weiteres Turnier stattfand. „Es ist doch ärgerlich, wenn wir uns gegenseitig die Reiter wegnehmen“, sagte Horst-Werner Jahn. Der Vereinsvorsitzende hatte den Termin extra vorgezogen, doch das half nicht. Nun will er einen Brief an den Landesverband schreiben.
Finanzielle Einbußen und Bürokratie
Die geringere Teilnehmerzahl bedeutet weniger Einnahmen. „Das sind ja auch finanzielle Einbußen für so einen Verein. Uns fehlt schlichtweg das Start- wie auch das Nenngeld“, erklärte Andrea Holldorf. Zudem scheiterte die geplante Rückkehr der Dressur an der Bürokratie. „Ich sag nur: Bürokratie“, sagte Jahn. Fördermittel waren beantragt, aber nicht bewilligt.
Helfer und Sponsoren
Trotz der Probleme lobte Jahn die Unterstützung. Jan-Nico Hagge, Landwirt aus Sukow, gehört zu den Sponsoren. „Solche Leute stärken uns den Rücken und machen es möglich, dass das Sukower Turnier noch immer lebt“, sagte Jahn. Hagge betonte: „Es ist doch wichtig, dass diese Tradition weiterlebt.“
Mehr als 30 Helfer packten bei Auf- und Abbau an, viele in dritter Generation. „Manche haben mit Pferdesport gar nichts am Hut oder sind nicht einmal Vereinsmitglied. Aber sie packen mit an“, sagte Jahn.
Ausblick auf 2027
Richter zu finden werde immer schwieriger, erklärte Jahn. Für das kommende Jahr ist ein Termin im Juni geplant, sofern keine Terminkollision droht. „Wahrscheinlich machen wir das 2027 im Juni. Es kommt darauf an, dass nicht wieder zeitgleich woanders ein Turnier stattfindet.“