SV Siedenbollentin startet mit 2:0-Sieg gegen Mahlsdorf in die Saison
Siedenbollentin gewinnt zum Auftakt 2:0 gegen Mahlsdorf

Der SV Siedenbollentin ist mit einem 2:0-Sieg gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf in die neue Saison der Fußball-Oberliga gestartet. Vor 250 Zuschauern im Reutersportpark sorgten ein Eigentor von Jonas Burda (22. Minute) und ein Treffer von Tom Kliefoth (77.) für den Auftakterfolg.

Stabil nach anfänglichem Druck

Die Berliner begannen druckvoll und brachten die neu formierte Abwehr von Siedenbollentin in den ersten drei Minuten in Bedrängnis. Eine Gästeführung wäre möglich gewesen. Doch die Gastgeber stabilisierten sich schnell und ließen danach kaum noch etwas zu. „Wir haben dann nichts mehr zugelassen. Ich glaube, Mika musste nicht einmal ernsthaft eingreifen“, sagte Mike Eglseder. Torwart Mika Schneider erlebte einen ruhigen Nachmittag.

Rote Karte als Knackpunkt

In der 38. Minute sah Niklas Thiel von Mahlsdorf die Rote Karte, nachdem er Siedenbollentins Torjäger Daniel Eidtner einen Schlag in den Rücken versetzt hatte. Schiedsrichter Albert Lehmann hatte die Szene zunächst nicht gesehen, konsultierte dann aber seinen Assistenten und zog die Rote Karte. Eidtner wollte die Entscheidung nicht bewerten: „Ich habe einen Schlag im Rücken gespürt, der sehr schmerzhaft war.“

Eidtner als entscheidender Mann

Daniel Eidtner war erneut der auffälligste Spieler seiner Mannschaft. Beim 1:0 setzte er Burda so unter Druck, dass dieser den Ball ins eigene Netz lenkte. Das 2:0 von Kliefoth bereitete er sehenswert vor. „Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben“, sagte Eidtner.

Auch Trainer Christoph Haker sprach von einem verdienten Erfolg: „Die Rote Karte kam uns natürlich entgegen. Wir haben in der Defensive gut gestanden und kaum etwas zugelassen. Nach vorn haben wir in manchen Situationen aber zu schnell gespielt, waren nicht geduldig genug. Aber mit einem Sieg zu starten ist natürlich immer gut. Insgesamt war es eine gute Leistung.“

Wenige Torchancen auf beiden Seiten

Über die gesamte Spieldauer gab es auf beiden Seiten nur wenige Torchancen. Mahlsdorf, technisch beschlagen, fand in der Offensive kaum statt. Zwei, drei Kopfbälle nach Standards waren zu wenig, um die Abwehr von Siedenbollentin zu überwinden. „Nach der Roten Karte war es für uns natürlich sehr schwer. Aber es war insgesamt zu wenig von unserer Seite. Der Sieg war dann auch verdient, Siedenbollentin war auf den Punkt da“, sagte Eintracht-Torwart Paul Büchel.

Die Gastgeber waren deutlich gefährlicher. Jakub Klimko per Kopfball und Daniel Eidtner mit einem Lattenschuss vergaben vor der Pause gute Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel hatten Nils Röth, Eidtner und Ande Müller weitere Chancen.

Blick auf das Derby

Schon jetzt richtet sich der Blick im Lager von Siedenbollentin auf das Derby am kommenden Freitag bei der TSG Neustrelitz. „Es ist ein besonderes Spiel, in dem wir nachlegen wollen“, sagte Christoph Haker. Torjäger Eidtner pflichtete bei: „Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns.“

Siedenbollentin spielte mit: Schneider, Röth, Eglseder, Ladwig, Guth, Selchow, Klimko (84. Möller), Knechtel (64. Kortüm), Appiah, Kliefoth (77. Müller), Eidtner.