Startschuss für Neubau der Landesfeuerwehrschule in Malchow
Startschuss für Neubau der Landesfeuerwehrschule

In Malchow ist der Startschuss für den Neubau der Landesfeuerwehrschule gegeben worden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und weitere Mitglieder der Landesregierung haben am Donnerstag den Auftakt für das Bauprojekt gefeiert. Noch ist allerdings kein Grundstein gelegt, sondern zunächst eine Zeitkapsel befüllt worden.

6,4 Hektar großes Gelände im Gewerbegebiet

Auf dem Gelände im Gewerbegebiet sollen in den kommenden Jahren ein Unterkunftsgebäude, ein Multifunktionsgebäude mit Seminar-, Verwaltungs- und Versorgungsbereichen sowie zwei Technik- und Ausbildungshallen entstehen. Zusätzlich sind zahlreiche Übungs- und Ausbildungsflächen geplant, darunter ein Bereich, der einen Autobahnabschnitt darstellt.

Erst Aufräumarbeiten, dann Baubeginn

Mit dem Bauen geht es aber noch nicht los, zunächst stehen Planungen an. Verantwortlich für das Bauprojekt ist das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg. Amtsleiter Jens Rott erklärte, dass bis zum Jahresende auf einer ehemaligen Betriebsfläche für Kohle- und Holzhandel weitere Aufräumarbeiten vorgesehen sind. Dafür müssten unter anderem 16.000 Quadratmeter Betonflächen abgebrochen und Gebäudereste sowie Schadstoffe beseitigt werden, da das Areal inzwischen als illegale Deponie gedient habe.

Erst im nächsten Jahr soll die Entwicklung des Geländes beginnen. Insgesamt sind rund 60 Millionen Euro dafür veranschlagt, ein erheblicher Teil davon soll aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes kommen.

Zeitkapsel für den ersten Beton

Schwesig und ihre Minister, Rott sowie Schulleiter Johannes Schuldt befüllten gemeinsam eine Zeitkapsel, die im ersten gegossenen Beton untergebracht werden soll. Den Inhalt umfasst unter anderem einen Zollstock, einen aktuellen Stundenplan der Schule, eine von der Landesregierung unterschriebene Urkunde und eine Münze.

Neuer Standort seit 2022 geplant

Die Ministerpräsidentin erinnerte an ihren Besuch in der Landesfeuerwehrschule im Jahr 2022. Damals habe die Schule, die sich um die Aus- und Fortbildung von Führungskräften und Spezialisten der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes kümmert, für einen neuen Standort geworben. Sie habe zugesichert, sobald finanzielle Spielräume bestehen würden, könne das Projekt umgesetzt werden. Das sei jetzt der Fall. „Wir brauchen natürlich diese Ausbildung. Die beste Technik ersetzt die Menschen nicht“, erklärte Schwesig.

Der Neubau ermögliche es, den Brand- und Katastrophenschutz so auszustatten, dass die Feuerwehrleute auf ihre Tätigkeit gut vorbereitet seien. Dazu gehöre die Aus-, Fort- und Weiterbildung. „Umso wichtiger ist es, den Brand- und Katastrophenschutz so auszustatten, dass alle Engagierten ihre wichtige Tätigkeit gut ausüben können“, sagte Schwesig. Ursprünglich war nur eine Erweiterung der Landesfeuerwehrschule geplant, doch jetzt habe man sich für einen Neubau entschieden.