Stromkasten erinnert an frühere Synagoge in Sternberg
Stromkasten erinnert an frühere Synagoge in Sternberg

In Sternberg treffen erneut Kunst und Geschichte aufeinander. In der Innenstadt, wo die Straßen Große Belower Furt, Kleiner Spiegelberg, Großer Spiegelberg und Zinngießerstraße aufeinandertreffen, stand einst eine Synagoge. Uwe Seppmann, der das christliche Gästehaus Beth-Emmaus in Loiz bei Sternberg betreibt, regte bereits vor längerer Zeit an, dort eine Gedenktafel aufzustellen. Nun erinnert ein besonderes Objekt an den historischen Standort.

Synagoge wieder sichtbar gemacht

Die Wemag Netz GmbH hat den Stromkasten an der Kreuzung kunstvoll gestaltet und so die Synagoge wieder sichtbar gemacht. „Es gab ein Gespräch mit der Wemag, ob wir den Kasten nutzen dürfen. Citymanagerin Kathrin Brüning hat sich dann gekümmert und das Projekt begleitet“, erklärt Sternbergs Bürgermeisterin Kathrin Haese. Die Kosten für die Umsetzung wurden von der Wemag übernommen.

Die Wemag Netz GmbH betreibt nach eigenen Angaben rund 2800 Stationen und etwa 4200 Kabelverteilerschränke im Netzgebiet der Region. Bereits seit 20 Jahren werden ausgewählte Anlagen wie Kabelverteiler, Schalt- und Transformatorenstationen kreativ und ansprechend umgestaltet.

Mehr als 220 Anlagen bereits umgestaltet

„Die Motive sind ganz unterschiedlich. Bei der Gestaltung stehen lokale und regionale Besonderheiten im Vordergrund. Für die Motive stimmen wir uns im Vorfeld mit den jeweiligen Bürgermeistern oder Gemeindevertretern ab. So verschönern die farbig gestalteten Stationen nicht nur das Stadt- und Gemeindebild, sondern verbessern auch die Akzeptanz der Energieversorgung vor Ort“, sagt Mario Auls, Kommunalbetreuer bei der Wemag. Bisher seien mehr als 220 Anlagen in den Konzessionskommunen der Wemag verschönert worden. In Sternberg findet sich nun ein weiteres Objekt.