Schulbesuch in Anklam wird günstiger – Gastschulbeiträge sinken
Schulbesuch in Anklam wird günstiger

Die Hansestadt Anklam senkt die Gastschulbeiträge für das Jahr 2026. Der Hauptausschuss hat die neuen Sätze beschlossen, nachdem die Schulkosten insgesamt gesunken sind. Konkret bedeutet das: Für Grundschüler aus anderen Gemeinden werden nun 2102,23 Euro pro Kopf fällig, für Regionalschüler 2248,29 Euro. Das sind rund 95 beziehungsweise 160 Euro weniger als im Vorjahr.

Stadt erzielt weniger Einnahmen als geplant

Durch die gesunkenen Kosten nimmt die Stadt nun rund 26.800 Euro weniger ein als im Haushaltsentwurf angenommen. Die Mindereinnahmen müssen berücksichtigt werden. Bürgermeister Michael Galander weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass an den Schulen effektiv gearbeitet werde – etwa durch Modernisierungen wie intelligente Thermostate bei der Heizung und weitere Optimierungen.

Insgesamt werden für die städtischen Grundschulen Kosten von rund 1,1 Millionen Euro für 482 Kinder erwartet. Die regionalen Schulen schlagen mit 1,39 Millionen Euro für 617 Jugendliche zu Buche. Bei 113 Grundschülern aus anderen Gemeinden und 208 Regionalschülern ergeben sich daraus Einnahmen von 237.557 Euro beziehungsweise 447.644 Euro.

Schulcampus könnte Beitragsentwicklung beeinflussen

Wie sich die Gastschulbeiträge in den kommenden Jahren entwickeln, bleibt offen. Zum Schuljahresstart soll der neue Schulcampus in der Innenstadt eröffnen. Die alten Gebäude – das „Haus Cothenius“ der Grundschule und das „Haus der Bildung“ als Ausweichstandort der Regionalen Schule „Käthe Kollwitz“ – gehen dann außer Betrieb.

Bürgermeister Galander warnt jedoch vor der Annahme, dass die Beiträge mit dem modernen Gebäude sofort sinken. „Können auch die Abschreibungen für den Campus auf die Betriebskosten umgelegt werden, können die Kosten pro Kopf und somit die Gastschulbeiträge eher steigen“, erklärt er.

Betriebskosten noch nicht absehbar

Kämmerin Beatrix Wittmann-Stifft kann die künftige Kostenentwicklung noch nicht beziffern. Auf den Campus entfallen nicht die gesamten Investitionskosten, sondern nur der Eigenanteil der Stadt nach Abzug der Fördermittel. Beim Betrieb rechnet man einerseits mit deutlich niedrigeren Verbräuchen, etwa beim Energiebedarf. Andererseits seien einige Kosten im modernen Gebäude von vornherein höher – zumal es größer ist.

Die Schüler hätten hier bessere Lernbedingungen, so die Kämmerin. Das große Ziel der Stadt sei es, die Kosten im Blick zu behalten, da der größte Anteil weiterhin vom Stadtkonto finanziert wird.