MV investiert 36,8 Millionen Euro in Elbe-Hochwasserschutz
MV investiert 36,8 Mio. Euro in Hochwasserschutz

Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert Millionen in den Hochwasserschutz der Elbregion. Allein rund 36,8 Millionen Euro fließen in ein mehrjähriges Verbundprojekt im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Durch eine Rückverlegung der Deiche erhalten Elbe und Sude etwa 100 Hektar natürlichen Überschwemmungsraum zurück.

Projektstand bei Boizenburg

Umweltminister Till Backhaus (SPD) informierte sich über den Stand des Hochwasserschutzprojekts bei Boizenburg. Die Bauzeiten wurden an die Rast- und Brutzeiten geschützter Vogelarten angepasst. So werde Hochwasserschutz mit Naturschutz verbunden.

Finanziert wird das Bauprojekt mit Geld aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und über das nationale Hochwasserschutzprogramm.

Bisherige Investitionen

Seit Mitte der 1990er Jahre wurden insgesamt rund 500 Millionen Euro in den Küstenschutz und etwa 100 Millionen Euro in den Hochwasserschutz in Mecklenburg-Vorpommern investiert.

Havelpolder und weitere Projekte

Der Bund stellt jährlich 100 Millionen Euro für Projekte des nationalen Hochwasserschutzprogramms zur Verfügung. Damit werden regional übergreifende Projekte finanziert, darunter die Verbesserung des Rückhaltevermögens der Flutungspolder an der Unteren Havel. Auf einer Fläche von insgesamt 11.700 Hektar sollen rund 125 Millionen Kubikmeter Wasser zwischengespeichert werden, um die Elbanlieger bei extremem Hochwasser effektiver zu schützen.

Das seit 2018 geltende Hochwasserschutzgesetz von Mecklenburg-Vorpommern umfasst zwölf Vorhaben, darunter das in Boizenburg. Hinzu kommen Infrastrukturprojekte zur Sanierung der Elbdeiche Broda und Rüterberg sowie Rückstau­deiche an der Müritz-Elde-Wasserstraße von Dömitz bis Heiddorf und Neu Kaliß. Diese Region war 2013 ein Brennpunkt beim Rekordhochwasser. Dafür werden Investitionsmittel in Höhe von rund 100 Millionen Euro benötigt.