Gegrillter Waschbär findet reißenden Absatz beim Stepenitztalfest
Waschbär-Burger: Sensation beim Stepenitztalfest

Beim Mühlen Eichsener Stepenitztalfest sorgte ein Imbisswagen für Aufsehen: Jäger Mirko Plaul bot dort Burger aus Waschbär- und Nutriafleisch an. Die ungewöhnlichen Speisen fanden großen Anklang bei den Besuchern.

Jäger verwertet invasive Tierarten als Burger

Der Reinhardtsdorfer Jäger hatte die Idee vor drei Jahren, erlegte Waschbären und Nutrias zu Burgern zu verarbeiten. In seinem Imbisswagen verkaufte er unter anderem einen Bären-Burger und einen River-Beast-Burger. Die Pattys waren jeweils 150 Gramm schwer und bestanden zur Hälfte aus dem Fleisch der invasiven Tierarten. Beim Waschbär-Burger wurde Rehfleisch hinzugefügt, beim Nutria-Burger Wildschwein.

Besucher zeigen sich begeistert

Einer der ersten, die den Waschbär-Burger probierten, war der 35-jährige Mathias Nehring aus Mühlen Eichsen. „Ich wollte unbedingt den Waschbären-Burger probieren. Ich muss sagen, er hat mir geschmeckt. Ich habe kaum einen Unterschied zu anderen Burgern erkannt“, erklärte er. Nehring beobachtet in seinem Garten immer wieder Waschbären und fragte sich, ob das Fleisch genießbar wäre. „Jetzt habe ich es probiert und bin mit dem Ergebnis zufrieden“, so sein Fazit.

Auch sein Kumpel Max Seligmann ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und bestellte gleich zwei Burger. „Ich habe einen Bären-Burger und einen reinen Rind-Burger, den Gaucho-Burger, bestellt und probiert. Wenn ich ehrlich bin, schmeckt mir der Bären-Burger besser“, erzählte der 35-jährige Brüsewitzer.

Großer Andrang am Imbisswagen

Mirko Plaul zeigte sich von der Resonanz überwältigt. „Ich musste schon nach zwei Stunden neue Burger-Pattys aus Waschbärenfleisch aus der Gefriertruhe zu Hause holen lassen. Es war unglaublich, wie viele Menschen die Burger probieren wollten“, berichtete der 49-Jährige. Sogar Besucher aus Wismar und Wittenburg seien extra angereist, um die Burger zu probieren. „Die Neugier war schon ziemlich groß“, sagte der Jäger. Bereits am ersten Verkaufstag wurden Pattys von jeweils etwa drei Waschbären und drei Nutrias verkauft – mehr, als Plaul sich je vorgestellt hatte.

Nächste Gelegenheit im Oktober

Wer die außergewöhnlichen Burger selbst probieren möchte, hat dazu am 9. Oktober 2026 Gelegenheit. Beim Partnerschaftstreffen der Stadt Gadebusch mit Gästen aus Trittau wird Mirko Plaul mit seinem Imbisswagen vor Ort sein und frisches Wildfleisch anbieten.